Pilecki-Institut

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Lwów, Palmiry und das Schicksal der polnischen Intelligenz im Zweiten Weltkrieg.  Die planmäßige Zerstörung der polnisch...
08/07/2021

Lwów, Palmiry und das Schicksal der polnischen Intelligenz im Zweiten Weltkrieg.

Die planmäßige Zerstörung der polnischen Intelligenz seitens der deutschen nationalsozialistischen Besatzungsmacht fand von Anfang an nicht nur im Dienste der politischen Vassalisierung statt, sondern hatte auch einen eugenischen Hintergrund. Der in der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1941 durchgeführte Lemberger Professorenmord steht in dieser Tradition – wie die ihm zugrundeliegende Sippenhaft.

Dieser Tage wird in Polen zweien Schauplätzen des totalitären Wütens gedacht: Palmiry und Lwów (auch bekannt als Lemberg oder im Ukrainischen: Львів, Lwiw).
Lwów war die drittgrößte Stadt der Zweiten Polnischen Republik (nach Warschau und Łódź), eine Universitätsstadt (neben Kraków, Warschau Poznań und Wilno), ein Zentrum des intellektuellen Austauschs (bspw. Ursprung der sog. Warschau-Lemberg-Schule, einer europaweit anerkannten philosophischen Denkschule) sowie ein multikultureller Knotenpunkt und Anziehungsmagnet (je nach Statistik stellten Polen mit 50 bis 70% die größte Bevölkerungsgruppe dar, sie waren Nachbarn von Juden, Ukrainern, Deutschen und Russen ).
Dieses zuweilen nicht ganz konfliktfreie, aber stets bunte und fruchtbare Miteinander fand 1939 ein rasches, schmerzhaftes Ende. Zunächst wurde die Stadt von der UdSSR okkupiert, welche nach ihrem Einmarsch im September 1939 ein im Zuge der Kapitulationsverhandlungen dem polnischen Verteidigungskommandanten General Władysław Langner gegebenes Versprechen brach und die polnischen Streitkräfte nicht nach Rumänien flüchten ließ, sondern sie in die Tiefen der UdSSR verschleppte, bevor sie in Charkow von Vertretern des Vorgängers des KGB, des NKWD, exekutiert wurden.

Insgesamt wurden während der sowjetischen Besatzung die Bürger Lwóws, allen voran polnische und ukrainische , zu Opfern von drei Verhaftungs- und Repressionswellen – die vierte sollte folgen, wurde aber im Zuge des Einmarschs der deutschen Besatzungsmacht gestoppt. Politischer Terror, die Verfolgung aller kulturellen und politischen Eliten sowie die planmäßige Invisiernahme der politischen Kultur waren an der Tagesordnung. Polnische Vertreter von Wissenschaft und Politik, der Intelligenz und der Kirche, herausragende ehrenamtlich engagierte Bürger – sie alle wurden in die Gulags, nach Sybirien, Komi und Kasachstan deportiert.

Kurz vor dem Rückzug der sowjetischen Besatzungsmacht, zwischen dem 24. und 26. Juni, wurden nochmals ca. 7000 polnische und ukrainische Häftlinge getötet.
Der Einmarsch des deutschen Besatzungskräfte am 30. Juni 1941 hatte unmittelbar ein Pogrom an der jüdischen Bevölkerung zur Folge, an welchem größtenteils Mitglieder der ukrainischen nationalistischen Organisation OUN beteiligt waren, gefolgt von Massenexekutionen der sich in der ganzen Stadt versteckenden Juden .

Wenige Tage später fand dann der sog. Lemberger Professorenmord statt: Am 4. Juli wurden zunächst 22 Professoren , meistens samt ihrer Familienangehörigen und allen Personen, die sich in ihren Wohnungen aufhielten, von der Gestapo und der „Einsatzgruppe zur besonderen Verfügung“ verhaftet. 21 Professoren wurden zusammen mit ihren Angehörigen noch in der gleichen Nacht erschossen. Am 12. Juli wurden zwei weitere Professoren ermordet.

Warum wurde hier sippenhaft en masse praktiziert, warum wurden fast immer alle Angehörigen und Personen, die sich einfach nur zufälligerweise an dem gleichen Ort befanden, verhaftet und umgebracht? Wenn es nur darum gegangen wäre, den polnischen Widerstand im Keim ersticken zu lassen, wäre eine solche maximalistisch-zerstörerische Herangehensweise nicht nötig gewesen.
Gerade an dieser Stelle offenbart sich ein auf den ersten Blick vielleicht nicht offensichtliches eugenisch geprägtes Handlungsmuster. Langfristiges Ziel war schließlich aus Polen und zuletzt aus ganz Osteuropa eine Sklavenbevölkerung für das Dritte Reich zu machen. Deswegen war es geradezu essenziell, alle Eliten, die diesem Unterfangen hinderlich sein könnten, zu eliminieren. Alle Eliten, also auch ihre Freunde und Familien. Dem diente die sog. Intelligenzaktion, die später zur AB-Aktion („Außerordentliche Befriedungsoperation“) umgetauft wurde.

Unter den Opfern des Lemberger Professorenmords waren Mathematiker, Philosophen, Ärzte, Anwälte und Tierärzte u.a. einer der globalen Pioniere der Stomatologie und Begründer der polnischen Zahnmedizin Anton Cieszyński, zwei Mathematiker der Lemberger Mathematikschule Antoni Łomnicki und Włodzimierz Stożek, der bekannte polnische Meteorologe Włodzimierz Krukowski, welcher Patente u.a. in Deutschland, Dänemark, Großbritanien und Japan angemeldet hatte oder auch der Vizemeister des prestigeträchtigen Internationalen Fotofestivals in Antwerpen Stanisław Krukowski. Kurzum: Hier wurden nicht nur außergewöhnliche Individuen umgebracht, sondern wissenschaftliche Schatztruhen, ganze Denkschulen mit kumulierten Wissen von Generationen, welches der personellen Kontinuität bedarf, um sich in effektiven, langfristigen Institutionen niederzuschlagen. Das alles wurde mit einem Schlag ausgelöscht.

Wenn man sich die Liste der Professoren anschaut, sticht jedoch besonders ein Name hervor und gibt zu denken: Tadeusz Boy-Żeleński.
Er war Übersetzer französischer Literatur, ein frankophiler Literaturkritiker, für manche auch Philosoph, ein mit der ihn umringenden Realität unzufriedener, daher permanent herumnörgelnder Freigeist, welcher, wie man heute sagen würde, weltanschaulich sehr progressiv geprägt war, gerade für die damalige Zeit (er setzte sich für Sexualkunde, legale Abtreibung etc. ein).

Als solcher sah er vieles in Polen und an der polnischen Tradition bzw. Geschichte sehr kritisch. Nach Einmarsch der sowjetischen Besatzungsmacht zeigte er sich dieser anfangs noch offen gegenüber, intervenierte dann jedoch, um einige seiner Freunde vor der Deportation zu retten.

Und trotzdem: es half alles nichts. Er wurde von den Nationalsozialisten als feindliches Element angesehen, als Teil der polnischen Eliten und teilte somit auch ihr Schicksal. So erklärt sich die Heterogenität der Opfer des Professorenmordes – es war letztendlich egal, was sie dachten, schrieben und vorhatten, denn sie wurden als potenzielle Hindernisse der anvisierten Ordnung angesehen.

Im Kontext heutiger Debatten über das Dritte Reich, dem Kolonialismus und Kulturgüterraub sei auch noch anzumerken, dass man vermutete, dass bei dem Verbrechen auch Raubmotive eine Rolle spielten, weil in den Wohnungen Kunst- und Wertgegenstände geraubt wurden.

Juli ist auch der Monat, in welchem man traditionell den Opfern von „Palmiry“, einem Waldstück nicht weit entfernt von Warschau, gedenkt. Nachdem die Wehrmacht die polnische Hauptstadt am 28. September 1939 eroberte, wurde ein ehemaliges, während der Kriegshandlungen gesprengtes Munitionslager der polnischen Armee Schauplatz von mindestens 20 Massenexekutionen zwischen September 1939 und Juli 1941. Auch hier waren die Opfer wieder meist Vertreter der polnischen Oberschicht und Intelligenz, welche vorher im Hauptgefängnis der Gestapo („Pawiak“) festgenommen worden waren. Insbesondere im Zuge der AB-Aktion wurden die Massenexekutionen intensiviert: Man geht davon aus, dass insgesamt 1700 polnische Bürger , christliche wie jüdische, in LKWs nach Palmiry gebracht und dann an vorher dafür vorbereiteten Gruben erschossen wurden.

"Das polnische Pilecki-Institut zeigt "Belarus lebt!", eine Ausstellung über die Protestbewegung in Belarus und will dam...
07/07/2021

"Das polnische Pilecki-Institut zeigt "Belarus lebt!", eine Ausstellung über die Protestbewegung in Belarus und will damit die Aufmerksamkeit für die Vorgänge in seinem Nachbarland auch in Berlin schärfen" bringt Gaby Coldewey in der heutigen taz die der Ausstellung zugrundeliegenden Intentionen sehr gut auf den Punkt.

Den Artikel kann man auch hier lesen: https://taz.de/!5784226/

Zum Todestag von Walter Gropius wollen wir an seine Freundschaft mit dem polnisch-jüdischen Architektenpaar Syrkus erinn...
05/07/2021
"Lokale oder globale Moderne?"

Zum Todestag von Walter Gropius wollen wir an seine Freundschaft mit dem polnisch-jüdischen Architektenpaar Syrkus erinnern – nicht nur aus Sicht der deutsch-polnischen Beziehungen interessant, sondern auch als eine Bekanntschaft, deren Trajektorie die außergewöhnliche politische Dramatik und die geozivilisatorischen Bruch- und Trennlinien des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

Dazu empfehlen wir unsere vergangene Online-Diskussion „Lokale oder globale Moderne? Die architektonische Avantgarde in Polen und ihre internationale Vernetzung“.

Aleksandra Kędziorek, Herausgeberin der Briefe von Helena Syrkus, diskutiert mit Martin Kohlrausch und Małgorzata Jędrzejczyk u.a. die bewegende Beziehung des Ehepaars Syrkus mit Walter Gropius.
Die Diskussion ist in zwei sprachlichen Varianten zu sehen:

Deutsche Verdolmetschung:
https://www.youtube.com/watch?v=wvkqydmJDsE&ab_channel=Pilecki-InstitutBerlin

Polska wersja:
https://www.youtube.com/watch?v=feo5t3EFgiQ&t=34s&ab_channel=Pilecki-InstitutBerlin

Heute jährt sich der Todestag eines der großen Namen der modernen Architektur, Walter Gropius, zum 52. Mal. Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, auf eine von uns im letzten Jahr geführte Online-Diskussion im Rahmen der Gesprächsreihe „Häuser aus Glas?“ zu verweisen.

In der Diskussion über das Spannungsverhältnis zwischen einer globalen Moderne und lokalen Besonderheiten kamen Aleksandra Kędziorek, Martin Kohlrausch und Małgorzata Jędrzejczyk auch auf die persönliche Beziehung zwischen Walter Gropius und dem polnischen Architektenpaar Syrkus zu sprechen, eine Beziehung, die im Kleinen die wechselhafte Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählt.

Da waren also einerseits Helena und Szymon Syrkus, von den Nationalsozialisten verfolgte polnisch-jüdische Architekten, die unter der Fahne des nach dem Krieg eingeführten sozialistischen Systems maßgeblich am Wiederaufbau Warschaus mitwirkten, und andererseits Walter Gropius, gebürtiger Berliner und Gründer des Bauhauses, der in den 1930er Jahren mit seiner Frau und Kollegin Ise Gropius in die USA emigriert war und die Moderne prägende Bauwerke in der gesamten westlichen Welt schuf.

Kennengelernt hatten sich Helena Syrkus und Walter Gropius 1928 auf dem ersten Kongress der CIAM (Congrès Internationaux d’Architecture Moderne). Aus der beruflichen Beziehung entwickelte sich bald schon eine Freundschaft, was sicherlich durch Helena Syrkus’ oft gepriesene herzliche und offene Art begünstigt wurde – so ließ sie selbstbewusst bald schon in ihren Briefen die Titel fallen und sprach Gropius auf gleicher Augenhöhe an.

Aleksandra Kędziorek, die den lebenslangen Briefwechsel edierte, nennt ihre Publikation augenzwinkernd ein „CIAM-Archiv“, insofern die private Korrespondenz die Geschichte der Architekturkongresse begleitet und sie um die Erfahrungen der individuellen Akteure bereichert.

Die Freundschaft von Syrkus und Gropius musste sich bald schon an den ideologischen Demarkationslinien des letzten Jahrhunderts behaupten. Als in Europa alle Zeichen auf Krieg standen, versuchte das Ehepaar Syrkus, Polen zu verlassen. Doch zu früh und zu heftig verlief der deutsche Überfall auf das Land. Helena konnte bis 1945 der KZ-Haft entgehen, doch Szymon wurde 1942 nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo die Registrierung als Pole anstatt als Jude sowie seine Zwangsarbeit als Architekt ihn vor dem Tod bewahrten. Vergeblich versuchte Gropius aus den USA heraus, dem Ehepaar Syrkus zu helfen. Später zeigt sich im Briefwechsel, dass er sogar den Papst höchstpersönlich um Hilfe gebeten hatte.

Wie durch ein Wunder überlebte das Ehepaar den Krieg und arrangierte sich gut mit dem neuen politischen System in Polen. Doch die neue Frontenstellung, die sich zu etablieren begann – der Kalte Krieg – machte auch nicht Halt vor der persönlichen Beziehung zwischen den Gropius und Syrkus. Auf Helenas Lobpreisung des sozialistischen Staates reagierte Ise Gropius mit Befremden. Martin Kohlrausch vermutet, dass dem Ehepaar Syrkus nach dem brutalen Einschnitt des deutschen Nationalsozialismus der Sprung in das neue System nicht schwerfiel. Zugleich sind Architekt:innen, mehr als beispielsweise Maler:innen, auf die Unterstützung des Staates angewiesen. Man musste Anpassungsleistungen vollbringen, das wusste auch Walter Gropius. Er hatte eine gewisse Begabung dafür, ebenso wie es ihm gelang, in den USA Fuß zu fassen oder das Bauhaus zu einer Marke zu stilisieren, die andere Strömungen des internationalen Stils überschattete. Nüchtern stellt Kohlrausch fest, wie Gropius Anfang der 1930er Jahre sich sogar mit dem nationalsozialistischen Regime zu arrangieren versuchte, bevor das Bauhaus endgültig in dessen Missgunst fiel.

Obwohl letztlich nicht eindeutig feststand, ob Helena Syrkus tatsächlich vom Sozialismus überzeugt war oder sie und ihr Mann sich um der Möglichkeit der Berufsausübung willen dem System anpassten, verlief sich der Kontakt zwischen den Ehepaaren, um jedoch in den 1960er Jahren wieder umso herzlicher wieder aufgenommen zu werden. Walter Gropius starb 1969 mit 86 Jahren, fünf Jahre nach Szymon Syrkus. Deren Ehefrauen Ise und Helena, die, wie Małgorzata Jędrzejczyk feststellt, auch schon vorher vorrangig für die Pflege der Freundschaft verantwortlich waren, konnten sich noch einmal in den USA wiedersehen, bis beide im kurzen Abstand voneinander in den 1980er Jahren verstarben.

Neben unserer Online-Diskussion empfehlen wir auch folgende Lektüre:
„Walter und Ise Gropiusʼ polnische Freunde – ‚In polnische Wurst und Marzipan gebettet‘“ von Paulina Olszewska, https://www.goethe.de/ins/pl/de/kul/sup/bau/21958064.html.

Das Pilecki-Institut präsentiert: Die neue Gesprächsreihe: "Häuser aus Glas? Polen und Europas Ringen um die Moderne im 20. Jahrhundert." "Lokale oder global...

"Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz" aktuell wieder geöffnet - unser Tipp fürs Wochene...
03/07/2021

"Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz" aktuell wieder geöffnet - unser Tipp fürs Wochenende.

Neben unser neuen "Belarus lebt!" Wechselausstellung, kann man sich am Pariser Platz von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr auch wieder unsere Dauerausstellung anschauen.

Vorherige Anmeldung ist nicht zwingend notwendig, außer bei Führungen, wohl aber die Einhaltung der Coronaregeln.

"Die erste, auf neuesten Forschungsergebnissen gestützte Ausstellung des Pilecki-Instituts beleuchtet Witold Pileckis Geschichte und dessen freiwillige Mission in Auschwitz. Pilecki machte die Weltöffentlichkeit auf den Charakter und das Ausmaß der NS-Verbrechen aufmerksam.

Als Offizier des polnischen Untergrundstaates ließ er sich freiwillig bei einer Straßenrazzia verhaften und landete dann im KZ. Dort angekommen, informierte er die Weltöffentlichkeit über die NS-Verbrechen. Witold Pilecki organisierte zudem zweieinhalb Jahre lang eine bewaffnete Widerstandsbewegung. Doch die Alliierten schwiegen. Schließlich floh er aus dem KZ.

Damit nicht genug: Nachdem er bei dem polnischen Untergrundstaat dafür warb, die Lager zu zerstören, kämpfte er 1944 im Warschauer Aufstand. Letzten Endes nahm sein Leben ein tragisches Ende. Auf der Grundlage von fabrizierten und gefälschten Beweisen wurde er vom kommunistischen Regime ermordet.

Die Geschichte seines Kampfes gegen die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts ist Anlass, sich universellen Fragen zu stellen: nach dem Wesen des Bösen und der Fähigkeit des Menschen, sich dem Bösen zu widersetzen, nach Erinnerung und deren Auslöschung.

Die Ausstellung „Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz“ ist in Zusammenarbeit mit bekannten Experten von Weltformat entstanden: Prof. Jochen Boehler von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und Dr. Piotr Setkiewicz vom Auschwitz-Birkenau Museum sorgen dafür, dass Pileckis Geschichte nicht nur anhand seiner Berichte, sondern auch Unikat-Objekten erzählt wird. Dazu gehören die Enigma Schlüsselmaschine, Fragmente des zerstörten „Großen Theaters“ in Warschau, bislang unbekannte Dokumente der Auschwitz-Prozesse in Frankfurt und eine Reihe von Original-Exponaten aus dem Museum in Auschwitz."

Kurator:innen: Jack Fairweather, Hanna Radziejowska

Wie Belarus zu Belarus wurde – ein Gespräch über die Geschichte von Belarus mit Jakob Wöllenstein.Für die dritte Folge v...
02/07/2021
Die Geschichte von Belarus - Instytut Pileckiego

Wie Belarus zu Belarus wurde – ein Gespräch über die Geschichte von Belarus mit Jakob Wöllenstein.

Für die dritte Folge von „Weiß-Rot-Weiß“ haben wir diesmal den Leiter des Auslandsbüros Belarus Konrad-Adenauer-Stiftung Belarus der Konrad-Adenauer Stiftung Konrad-Adenauer-Stiftung Jakob Wöllenstein eingeladen, da dieser bekannt ist für seine Leidenschaft für die Geschichte der ganzen Region Ost- und Mitteleuropas. Von seinem Weitblick Gebrauch machend, begaben wir uns auf eine lange historische Reise:

- Belarus vor dem 20. Jahrhundert – belarusische Akzente in der polnisch-litauischen Adelsrepublik und seine Geschichte im Zarenreich.

- Die Unabhängige Volksrepublik Belarus – wie kam sie zustande und woraus resultierte ihre Kurzlebigkeit.

- Belarus als Teil der „Bloodlands“ zwischen den totalitären Mühlen des 20. Jahrhundert

- Wie Belarus zu einem zentralen Industrie-Standort der Sowjetunion avancierte und warum belarusische Produkte sich im Ostblock besonderer Beliebtheit erfreuten

- Die Zeit nach der Wende – die schwierige wirtschaftliche Transformation und der Wahlerfolg Lukashenkas 1994 als Vorgeschichte der belarusischen Proteste

Für alle, die Lust auf mehr haben, sei der Kontakt über die E-Mail: [email protected] empfohlen, denn auf diesem Wege kann man zwei absolut lesenswerte Bücher – über die Geschichte von Belarus und die deutsch-belarusischen Beziehungen zwischen 1916-1925 – bekommen.

Spotify:
https://open.spotify.com/episode/22Gji8L5ttQunBmDAA7BWh?si=0b19bfb217c841c6

Apple:
https://podcasts.apple.com/us/podcast/die-geschichte-von-belarus-mit-jakob-w%C3%B6llenstein/id1572349856?i=1000527606725

Stitcher: https://www.stitcher.com/show/weissrotweiss-freiheit-im-wandel?fbclid=IwAR2wvZ1HwVoy-d6KbUxvr6HdhU76F0SJ23ZTU-NBGPxVim8wm5NPpFi9ANM

Google Podcast:
https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9tZWRpYS5yc3MuY29tL3dlaXNzcm90d2Vpc3MvZmVlZC54bWw?sa=X&ved=0CBQQ27cFahcKEwiYu4yzk8TxAhUAAAAAHQAAAAAQAg

Wie Belarus zu Belarus wurde – ein Gespräch über die Geschichte von Belarus mit Jakob Wöllenstein, dem Leiter des Auslandsbüros Belarus der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Adresse

Pariser Platz 4a
Berlin
10117

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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Das ist meine Tochter Tracy
Trailer zum deutsch-polnischen Kriminalroman
Gratuliere, endlich eine vernünftige Idee auf Deutsch über deutsche Verbrechen Schreiben, gegen die Antipolnische Propaganda offensiv vorgehen. Nur so weiter. Solche Seiten sollen auch in englischer Sprache betrieben werden. Nicht nur sich wehren defensiv agieren, aber auch aktiv sich gegen die Verleumder vorgehen Alles Gute.
Geschichtswissen ist immer gut um zu verstehen wo wir im Strom des Lebens stehen. Ohne Vergangenheit keine Gegenwart und keine Zukunft.
Russia 1943 ▶ German excavations of the mass graves of the Katyn massacre - Mass ex*****on of Polish officers by the Soviet NKVD near Smolensk https://www.facebook.com/GermanHistory/videos/349634108777554/ The Katyn massacre was a series of mass ex*****ons of Polish intelligentsia carried out by the Soviet Union, specifically the NKVD ("People's Commissariat for Internal Affairs", aka the Soviet secret police) in April and May 1940. Though the killings took place at several places, the massacre is named after the Katyn Forest, where some of the mass graves were first discovered. The massacre was prompted by NKVD chief Lavrentiy Beria's proposal to execute all captive members of the Polish officer corps, dated 5 March 1940, approved by the Politburo of the Communist Party of the Soviet Union, including its leader, Joseph Stalin. The number of victims is estimated at about 22,000. The victims were executed in the Katyn Forest in Russia, the Kalinin and Kharkiv prisons, and elsewhere. Of the total killed, about 8,000 were officers imprisoned during the 1939 Soviet invasion of Poland, another 6,000 were police officers, and the rest were Polish intelligentsia the Soviets deemed to be "intelligence agents, gendarmes, landowners, saboteurs, factory owners, lawyers, officials, and priests". As the Polish Army officer class was representative of the multi-ethnic Polish state, the killed also included Ukrainians, Belarusians, and Polish Jews including the Chief Rabbi of the Polish Army, Baruch Steinberg. The government of N**i Germany announced the discovery of mass graves in the Katyn Forest in April 1943. When the London-based Polish government-in-exile asked for an investigation by the International Committee of the Red Cross, Stalin immediately severed diplomatic relations with it. The USSR claimed the N**is had murdered the victims in 1941 and it continued to deny responsibility for the massacres until 1990, when it officially acknowledged and condemned the perpetration of the killings by the NKVD, as well as the subsequent cover-up by the Soviet government. An investigation conducted by the office of the Prosecutors General of the Soviet Union (1990–1991) and the Russian Federation (1991–2004) confirmed Soviet responsibility for the massacres but refused to classify this action as a war crime or an act of genocide. The investigation was closed on the grounds the perpetrators were dead, and since the Russian government would not classify the dead as victims of the Great Purge, formal posthumous rehabilitation was deemed inapplicable. In November 2010, the Russian State Duma approved a declaration blaming Stalin and other Soviet officials for ordering the massacre. ———————————- Beim Massaker von Katyn erschossen Angehörige des sowjetischen Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten (NKWD) vom 3. April bis 11. Mai 1940 etwa 4400 gefangene Polen, größtenteils Offiziere, in einem Wald bei Katyn, einem Dorf 20 Kilometer westlich von Smolensk. Diese Tat gehörte zu einer Reihe von Massenmorden an 22.000 bis 25.000 Berufs- oder Reserveoffizieren, Polizisten und anderen Staatsbürgern Polens, darunter vielen Intellektuellen. Die Entscheidung zu diesen Massenmorden fällte der sowjetische Diktator Josef Stalin, die daraufhin vom Politbüro der Kommunistischen Partei befohlen und an mindestens fünf verschiedenen Orten in den Unionsrepubliken Russland, Ukraine und Weißrussland ausgeführt wurden. Der Ortsname „Katyn“ repräsentiert in Polen diese Mordreihe und wurde zum nationalen Symbol für das Leiden von Polen unter sowjetischer Herrschaft im Zweiten Weltkrieg. Im Sommer 1942 fanden polnische Zwangsarbeiter der Deutschen bei Katyn ein Massengrab der Ermordeten. Das NS-Regime gab die Funde ab 11. April 1943 bekannt, um die Anti-Hitler-Koalition zu schwächen und von eigenen Verbrechen abzulenken. Die Sowjetunion leugnete ihre Verantwortung, lehnte eine internationale Untersuchung ab und lastete das Verbrechen dem NS-Regime an. An dieser Geschichtsfälschung hielt sie bis 1990 fest. In den 1950er-Jahren stellten polnische Publizisten und ein vom US-Kongress eingesetzter Ausschuss die NKWD-Täterschaft fest. Nach neuen Dokumentfunden dazu räumte der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow am 13. April 1990 die Verantwortung der Sowjetunion für diese Massenmorde ein und entschuldigte sich später beim polnischen Volk. Die Ministerpräsidenten Russlands und Polens, Wladimir Putin und Donald Tusk, gedachten 2010 in Katyn erstmals gemeinsam der Opfer des Verbrechens. Noch lebende Täter wurden jedoch nicht strafverfolgt. Opferangehörige klagten in Russland erfolglos auf Einsicht in die Ermittlungsakten, behördliche Auskunft über die Todesumstände der Opfer, deren juristische Rehabilitierung und Entschädigungen.
Wczorajszy konzert awangarda i eksperyment w jednym. Zaraz na pierwszej kolumnie trafiłam na błąd ortograficzny i złe przetłumaczenie. Jest na niej od otwarcia insytutu 16.09.19. Czy nie było czasu aby to poprawić? Czy trzeba się wstydzić? Zwróciłam na to uwagę pani dyrektor. Wie o tym. Ręce opadają.