Kommunikationskongress

Kommunikationskongress Der Kommunikationskongress, veranstaltet vom Bundesverband deutscher Pressesprecher und dem Fachmagazin pressesprecher, ist der Jahreshöhepunkt des professionellen Kommunikationsmanagements in Deutschland. www.kommunikationskongress.de
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22/01/2020
Kommunikationskongress 2019: Keynote von Prof. Dr. Maja Göpel

Es bleiben noch etwa 10 Jahre, um irreversible Veränderungen in unseren Ökosystemen zu verhindern. Diese Prognose besteht seit bald 50 Jahren. Wie kann es sein, dass 40 Jahre so wenig passiert? Warum ist es so schwer, der Zukunft einen Platz am Verhandlungstisch zu geben – und wie kann zeit-gerechte Klimapolitik funktionieren? 🌱🌍 Mehr dazu von Prof. Dr. Maja Göpel in ihrer Keynote auf dem Kommunikationskongress 2019.

https://www.youtube.com/watch?v=BCW1UqQ1LlQ

Es bleiben noch etwa 10 Jahre, um irreversible Veränderungen in unseren Ökosystemen zu verhindern. Diese Prognose besteht seit bald 50 Jahren. Wie kann es se...

Das Kongressteam hat die kalte Jahreszeit genutzt, um sich gemäß des Fokusthemas 2019 eine Auszeit zu nehmen. Seoul, Süd...
16/01/2020

Das Kongressteam hat die kalte Jahreszeit genutzt, um sich gemäß des Fokusthemas 2019 eine Auszeit zu nehmen.

Seoul, Süd Korea🇰🇷
#zeitistda #kk19 #kk20 #auszeit

27/12/2019
Kommunikationskongress 2019: Keynote von Prof. Dr. Rüdiger Safranski

In wenigen Tagen ist 2019 pas­sé - und wer denkt zum Jahresende nicht genauer über die Zeit nach? ⏳
Prof. Dr. Rüdiger Safranskis Keynote über die beschleunigte Wirtschaftswelt, die globale Echtzeitkommunikation und die Zeit in der Liebe und Langeweile ist online. Wärmstens zu empfehlen: 💕

Es gibt die Zeit der Uhren, der beschleunigten Wirtschaftswelt und der globalen Echtzeitkommunikation. Und doch erleben wir Zeit auch ganz anders, in der Lie...

23/12/2019

Das Kongress-Team wünscht ein frohes Fest und erholsame Feiertage 🎄⭐️

Neue Podcastfolge auf unserem Blog online:🎙Unternehmenskommunikation und Influencer-Formate auf Youtube haben nichts mit...
21/12/2019
Blog | Kommunikationskongress 2020

Neue Podcastfolge auf unserem Blog online:🎙Unternehmenskommunikation und Influencer-Formate auf Youtube haben nichts miteinander zu tun und müssen getrennt werden. Bei SAP wird auf kreative Art und Weise das Gegenteil bewiesen.💡

https://www.kommunikationskongress.de/blog/

Blog Die Diktatur des Jetzt in Zeiten globaler Umweltveränderungen Es bleiben noch etwa 10 Jahre, um irreversible Veränderungen in unseren Ökosystemen zu verhindern. Diese Prognose besteht seit bald 50 Jahren. Wie kann es sein, dass 40 Jahre so wenig passiert? Diese Frage stellt die weltweite Fri...

20/12/2019
Kommunikationskongress 2019: Presseclub

Der Presseclub 2019 ist online! 🎉
Renommierte Journalist*innen laden zum Rückblick des Medienjahres ein. Viel Vergnügen! 🥳

Renommierte Journalist*innen laden Sie zum Rückblick des Medienjahres ein. Wie jedes Jahr werden brisante und bedeutsame Ereignisse des Jahres reflektiert un...

Neue Podcast-Folge 🎙 : Der größte Tabakkonzern des Planeten will der Menschheit das Rauchen abgewöhnen. Ja, richtig gele...
02/12/2019
Blog | Kommunikationskongress 2020

Neue Podcast-Folge 🎙 :
Der größte Tabakkonzern des Planeten will der Menschheit das Rauchen abgewöhnen. Ja, richtig gelesen! 🚬❌
Wie das funktionieren soll, erfahrt ihr von Claudia Oeking, Geschäftsführerin der Philip Morris GmbH:

www.kommunikationskongress.de/blog

Blog Die Diktatur des Jetzt in Zeiten globaler Umweltveränderungen Es bleiben noch etwa 10 Jahre, um irreversible Veränderungen in unseren Ökosystemen zu verhindern. Diese Prognose besteht seit bald 50 Jahren. Wie kann es sein, dass 40 Jahre so wenig passiert? Diese Frage stellt die weltweite Fri...

12/11/2019
Kommunikationskongress 2019: Schwarze Rhetorik – Killerphrasen abwehren & Manipulation durchschauen

Fiese Unterstellungen, verkappte Angriffe, dumme Sprüche: Pressesprecher*innen sind täglich mit schwarzer Rhetorik konfrontiert. Wie durchschaut man solche Angriffe? Wie gelingt eine schlagfertige Reaktion? Bestseller-Autor Martin Wehrle, „Deutschlands bekanntester Karriereberater“ (Focus), trainiert sein Publikum. 🎙📄🥊

www.kommunikationskongress.de

https://www.youtube.com/watch?v=Zyge3Z0H9dU

Fiese Unterstellungen, verkappte Angriffe, dumme Sprüche: Pressesprecher*innen sind täglich mit schwarzer Rhetorik konfrontiert. Wie durchschaut man solche A...

Welchen Missverständnissen die internationale Kommunikation aufsitzt und wie sie daraus ein neues Selbstverständnis able...
05/11/2019
Vier Fehler der internationalen Kommunikation

Welchen Missverständnissen die internationale Kommunikation aufsitzt und wie sie daraus ein neues Selbstverständnis ableiten kann, erklärte Nike Möhle,Vice President Corporate Communications und Corporate Responsibility von Sonova, auf dem Kommunikationskongress 2019. 🌍🌎🌏

www.kommunikationskongress.de

https://www.pressesprecher.com/nachrichten/vier-fehler-der-internationalen-kommunikation-1031006776

In der internationalen Kommunikation gibt es einige Missverständnisse. Nike Möhle erklärt, wie sich die Unternehmenskommunikation wandeln muss.

Neue Podcast-Folge online. 🎙📻Diversität am Arbeitsplatz ist für viele Unternehmen ein großes Thema, dass immer wichtiger...
31/10/2019
Blog | Kommunikationskongress 2020

Neue Podcast-Folge online. 🎙📻

Diversität am Arbeitsplatz ist für viele Unternehmen ein großes Thema, dass immer wichtiger wird. An der Umsetzung hapert es allerdings bei so einigen. Christian Hillemeyer, Director Communications bei Babbel, teilt im Interview mit dasprogramm seine Gedanken zum Thema und gibt einen Einblick in Diversität in seinem Unternehmen.

https://www.kommunikationskongress.de/blog/

Blog Kommunikationsmanager*innen: Vom Aussterben bedroht? Sorgt die fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation dafür, dass die PR-Leute gerade den Wettbewerb mit den Marketeers verlieren? In Zeiten großer Budgets für Social Media, Community Building und Content Marketing geraten die Kommun...

Für die wichtigen Dinge muss man sich Zeit nehmen – auch im Zeitalter der Digitalisierung, so Post-Kommunikatorin Christ...
21/10/2019
„Was wir machen, wollen wir richtig machen“

Für die wichtigen Dinge muss man sich Zeit nehmen – auch im Zeitalter der Digitalisierung, so Post-Kommunikatorin Christina Neuffer. Auf dem Kommunikationskongress erklärte sie, wie der Konzern dieses Motto umsetzt. ⏰⏲⏱

www.kommunikationskongress.de

https://www.pressesprecher.com/nachrichten/was-wir-machen-wollen-wir-richtig-machen-2107067395

Für die wichtigen Dinge muss man sich Zeit nehmen – auch im Zeitalter der Digitalisierung, so Post-Kommunikatorin Christina Neuffer. Auf dem Kommunikationskongress erklärt sie, wie der Konzern dieses Motto umsetzt.

Vamos a México - Wie kommuniziert BMW in Mittelamerika? Gerade auch dann, wenn man am Arbeitsplatz von Taranteln heimges...
16/10/2019
Blog | Kommunikationskongress 2019

Vamos a México - Wie kommuniziert BMW in Mittelamerika? Gerade auch dann, wenn man am Arbeitsplatz von Taranteln heimgesucht wird oder der Arbeitsweg zum Abenteuer wird – darüber berichtet Almut Stollberg, Editorial Hub der BWM Group in unserem Podcast. 🕷🎙 Hört rein! #kk19

https://www.kommunikationskongress.de/blog/

Blog Podcast: Vamos a México - Wie kommuniziert BMW in Mittelamerika? Welche kommunikativen Herausforderungen entstehen, wenn man ein deutsches Automobilwerk in einer kleinen mexikanischen Region etablieren möchte, ohne die Bevölkerung und deren Kultur zu vernachlässigen? Darüber wird uns Almut...

11/10/2019
Rückblick auf den Kommunikationskongress 2019

Hitzige Diskussionen, inspirierende Keynotes, geballtes Netzwerken und eine glamouröse Speakersnight. Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen, Referent*innen, Helfer*innen und Partnerschaften. 🎉🎉
https://bit.ly/2nuJKNc
#kk19 #zeitistda

https://www.youtube.com/watch?v=TdxTElTbLIE

Der Kommunikationskongress ist ein zweitägiges Netzwerk- und Weiterbildungsevent, auf dem aktuelle und zukunftsweisende Herausforderungen der Kommunikationsb...

26/07/2019

Aufgepasst! 🗣 Die Frühbuchertickets gibt es nur noch eine Woche lang. Sichere dir noch bis zum 2. August ein vergünstigtes Ticket.

www.kommunikationskongress.de

pressesprecher
21/06/2019
pressesprecher

pressesprecher

Bald ist es wieder soweit: Am 12. und 13. September geht der Kommunikationskongress in die nächste Runde! Diese Highlights erwarten Euch:

Hurra, hurra, unsere erste Podcast-Folge ist da. 🎙️Rechtzeitig zum World Environment Day erklärt Astrid Aupperle, wie Mi...
05/06/2019
Blog | Kommunikationskongress 2019

Hurra, hurra, unsere erste Podcast-Folge ist da. 🎙️
Rechtzeitig zum World Environment Day erklärt Astrid Aupperle, wie Microsoft eine Plattform schafft, um Expert*innen aus Technologie mit Vordenker*innen aus den Bereichen Umwelt, Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung zu vernetzen.

Hört rein:
https://www.kommunikationskongress.de/blog/

Blog Podcast: Umweltschutz durch KI? Klingt komisch, ist aber so. Astrid Aupperle, Leiterin für Gesellschaftliches Engagement bei Microsoft, beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Wie Microsoft eine Plattform schafft, um Experten aus Technologie mit Vordenkern aus den Bereichen Umwelt, Klimaschu...

Der Schriftsteller und Philosoph Prof. Dr. Rüdiger Safranski erklärt uns zur Eröffnung des #kk19, wie unterschiedlich wi...
03/06/2019
www.kommunikationskongress.de

Der Schriftsteller und Philosoph Prof. Dr. Rüdiger Safranski erklärt uns zur Eröffnung des #kk19, wie unterschiedlich wir #Zeit empfinden und wie wir den Reichtum der Zeiterfahrung zurückgewinnen können. ⏱️⏰⌚️

Quadriga Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) pressesprecher
http://kkongress.de/programm

Bei uns ist die erste Broschüre des #kk19 bereits eingetroffen. Habt auch ihr schon ein farbenfrohes Exemplar auf dem Sc...
17/05/2019

Bei uns ist die erste Broschüre des #kk19 bereits eingetroffen. Habt auch ihr schon ein farbenfrohes Exemplar auf dem Schreibtisch liegen?

Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP)
www.kkongress.de

Dunja Hayali
30/09/2018

Dunja Hayali

Das dreckige Dutzend - 12 Regeln im Umgang mit Hasskommentaren!

Ich habe in dieser Woche beim Kommunikationskongress einen kurzen Input zum oben genannten Thema gegeben. Der Bitte, diesen zu veröffentlichen, komme ich gerne nach, möchte an dieser Stelle aber auch noch einmal betonen, dass das meine Strategie ist, mein Konzept und meine Handlungsanweisung für mich selbst. Jeder kann das gerne anders sehen, anders machen – wir leben ja in einem freien Land ;-)

Und deshalb ist es mir auch wichtig zu betonen, dass das Netz eigentlich was Gutes ist.
Die Zugangsbeschränkung fällt weg. Journalismus z.B. ist jetzt barrierefrei. Man braucht nicht mehr die Hilfe von Verlagen oder Sendern, um Inhalte zu bekommen oder um seine eigenen zu veröffentlichen. Zu Recht wird die Digitalisierung für diesen Dienst an der Demokratie und der Weiterentwicklung von Meinungs- und Pressefreiheit gefeiert.

Doch statt mehr Öffnung und mehr Pluralität, mehr Meinungsvielfalt und Breite, läuft die Sache leider in eine andere Richtung: Und die ist schlecht! Denn in den Filterblasen, in den zum Teil geschlossenen Gruppen blüht die Propaganda, die Falschinformation, die Hassrede.
(wer die Mechanismen dahinter etwas besser verstehen will – hier entlang zur Studie „Hass auf Knopfdruck“:
https://www.isdglobal.org/wp-content/uploads/2018/07/ISD_Ich_Bin_Hier_2.pdf

Diese Entwicklung ist schade, denn noch einmal – das Internet und die sozialen Medien sind eine faszinierende Entwicklung. Sie helfen beim Informationsaustausch, bei der gemeinsamen Weiterentwicklung und auch bei der Verständigung, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und damit das alles nicht verloren geht, heißt es hingucken, mitmischen, einmischen, Präsenz zeigen, argumentieren. Womit wir bei meinem „dreckigen Dutzend“ wären.

„Regel 1“: Hinsehen!
Nach etlichen Hasskommentaren denke auch ich manchmal: „Macht doch euren Scheiß ohne mich. Hätt’ ich mehr Zeit für meine Freunde, mein Leben. Und mein Leben wäre schlicht komfortabler". Kommt aber für mich nicht in Frage.
Wir müssen beobachten, was da läuft, wahrnehmen, welche Richtung es bekommt, beurteilen können, welche Methoden dahinterstehen, wissen, wogegen man vorgehen muss und das dann auch mutig tun. Wegducken gilt nicht.
Denn seien wir uns sicher: auch wenn wir nicht hinsehen, andere tun es. Auch die, die sich selbst nicht mit Kommentaren äußern, die „stillen Mitleser“. Wenn die sehen, dass alles geduldet wird, Grenzen verschoben werden, Unsagbares sagbar und alles „legitimer“ wird, macht das auf Dauer etwas mit ihnen. Allerdings nicht das, was man sich als Zivilgesellschaft wünscht: Einmischung! Und wenn man sich einmischt, was dann?

„Regel 2“: Differenzieren!
Bei aller Verwundung, man sollte nicht Gefahr laufen, alles in einen Topf zu werfen. Aber es ist notwendig, immer wieder „die eigene Brille“ zu justieren, mit der man Kommentare liest. Man droht sonst die zu übersehen, die wirkliche Kritik äußern, sprachlich vielleicht einfach nur etwas überziehen oder ungeschickt sind, aber dennoch Gehör verdienen.
Und da sind wir ganz schnell bei dem Unterschied zwischen Meinungsäußerung und „Hatespeech“ angelangt. Bei klar erkennbaren Beleidigungen, rassistischen Äußerungen, Gewaltphantasien usw. ist es relativ leicht. Wir sollten uns aber hüten, etwas als „Hatespeech“ zu klassifizieren, nur weil es uns inhaltlich nicht passt. Problem: die Sprache der „Hater“ wird geschickter, in sich unangreifbarer. Der Inhalt kann jedoch trotzdem wirklich übel sein. Ich würde das dann eher „hate based speech“ nennen. Sie sehen, man lernt nie aus ;-) Daher...

„Regel 3“: Lernen!
Auch wenn es Studien gibt, wie die schon genannte „Hass auf Knopfdruck“, kann man nicht sagen: „so und so läuft das also“ und ein Rezept entwickeln, wie man damit umgeht.
Die Entwicklung von „Hatespeech“ im Internet ist dynamisch.
Bleiben wir also stehen, analysieren nicht ständig neu und passen auch unser Verhalten im Umgang mit Hatespeech und Manipulationsversuchen nicht an, werden wir irgendwann abgehängt, verlieren die Deutungshoheit und werden von Fake-News erschlagen. Lernen ist und bleibt also wichtig!

„4. Regel“: digitale Hausordnung
Man muss nicht alles hinnehmen, wenn man eine Seite bei Facebook betreibt, einen Account bei Twitter oder Instagram hat. Das Landgericht Frankfurt hat hierzu letzte Woche ein bemerkenswertes Urteil gesprochen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/landgericht-frankfurt-bestaetigt-sperrung-eines-facebook-kontos-wegen-hassrede-a-1228538.html

Für mich folgt daraus: Die Definition einer eigenen digitalen Hausordnung/ Netiquette ist wichtig. Sie bietet dem Besucher auf meiner Seite einen klaren Rahmen, in dem er sich bitte in meinem „Online-Wohnzimmer“ bewegen soll.
Regeln aufzustellen ist eine wichtige Basis dafür, später dann auch handeln zu können. Medien sollten logischerweise solch eine Netiquette haben, aber vielmehr noch für die Einhaltung sorgen, um die Verbreitung von Hass von vornherein einzudämmen. Was oft genug daran scheitert, dass nicht genügend Ressourcen dafür zur Verfügung stehen. Also...

„Regel 5“: Ressourcen schaffen
Schaue ich durch die Kommentarspalten vieler Medien, so sehe ich das nicht in dieser Konsequenz. Warum? Sind viele Kommentare, viele Klicks per se gut? Hat man Angst vor dem Zensurvorwurf, wenn man hässliche Kommentare nach klaren Regeln nicht zulässt? Wenn man sich nicht zur Plattform für geballte Ladungen manipulativer Botschaften macht? Scheitert das an dem Geschäftsmodell?
Es erfordert Mut, Grenzen zu setzen. Es kostet Geld, Ressourcen einzusetzen. Aber die Verantwortlichkeit, sich nicht zum Handlanger der Hassenden zu machen, ist nicht delegierbar. Delegierbar ist übrigens auch nicht die Sorgfaltspflicht denen gegenüber, die den ganzen Schrott lesen, löschen und blockieren müssen. Kümmern sie sich um ihre Angestellten und um sich selbst. Digitale Hygiene ist wichtig!

„Regel 6“: Das Internet geht mich was an!
Ich erlebe viel zu oft, dass Menschen sagen: „Das geht mich nichts an, ich bin nicht bei Facebook, oder wo auch immer. Das tue ich mir nicht an. Da bleibe ich lieber im realen Leben!“
Ich glaube, die Zeit, so klar zwischen Social Media im Netz und dem realen Leben trennen zu können, ist vorbei. Das, was an Parolen ins Netz geflutet wird, begegnet mir längst schon auf der Straße und nicht nur mir. Die Hemmschwellen sinken.
Der Tagesspiegel berichtete im August von einer Studie, die die Korrelation zwischen der Anzahl flüchtlingsfeindlicher Kommentare bei Facebook und tatsächlichen flüchtlingsfeindlichen Übergriffen in Gemeinden mit hoher Facebook-Nutzung untersuchte. Es gibt noch methodische Kritik an dieser Studie, ein Alarmsignal ist sie aber allemal.
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/hate-speech-studie-facebook-foerdert-hass-auf-fluechtlinge/22941778.html

Man ist also heute gut beraten, nicht wegzusehen, das Internet nicht für einen abgeschlossenen Raum zu halten, sondern sich hineinzubegeben und schlau zu machen, was sich dort für Stimmungen ausdrücken. Und dann?

Regel 7: nicht schweigen!
Wir haben schon festgestellt, dass der Hass im Netz zu einem erheblichen Teil organisiert ist. Man will Masse produzieren, um zu suggerieren, es gebe eine erhebliche Anzahl an Menschen, die die herausgeplärrten Parolen verinnerlichten. Man will die Meinungshoheit.
Es erfordert Mut, Kraft und auch Zeit, sich zu äußern. Dagegenzuhalten. Egal ob im Netz oder im realen Leben. Und das ist wichtiger denn je.
Das heißt also:
1. Stille Mitleser, Freunde, Kollegen motivieren und
2. aktive Schreiber unterstützen
denn es kommt auf jede Stimme an, wenn man der Masse etwas entgegensetzen möchte, wenn man das #wirsindmehr erlebbar machen möchte. Und dann stellt man fest:

„Regel 8“: you are not alone!
Es gibt tolle Initiativen im Netz, die sich Hass, Manipulation und Fake-News entgegenstellen. Das „Hatespeech-Movement“ zum Beispiel, oder das „Counterspeech-Forum“, #ichbinhier, „reconquista internet“ und noch viele mehr.
Möchte man sich also gegen den Hass stellen, kann man in diesen Gruppen Mut schöpfen, Hilfestellungen erhalten, es gibt viel Wissen rund um das Thema Counterspeech und auch zu vielen Sachverhalten. Viel wichtiger aber noch: Äußert man sich dort, wo der Hass seinen freien Lauf zu haben scheint und man erhält polemische Gegenwehr oder gar persönliche Angriffe, helfen andere mit. Sachlich, ohne Schaum vor dem Mund. Und wie geht das? Am besten mit...

„Regel 9“: Fakten!
Hatespeech lebt von Parolen, Halbwahrheiten, Lügen, Umdeutungen, Fake-News. Damit will man versuchen, Stimmungsbilder zu erzeugen und den Lesern zu suggerieren, es entstehe etwas „Großes“ oder „Bedrohliches“, was eigentlich jeder Basis entbehrt.
Daher: her mit den Fakten. Allerdings: Wahrheit braucht (manchmal) Zeit. Also, keine Spekulationen verbreiten, zur Not innehalten und erst einmal selber recherchieren. Belegte Fakten kann man dann beruhigt in seine Kommentare übernehmen. Fakten sind etwas, auf das die Hatespeech-Spezialisten ganz furchtbar allergisch reagieren. Meist versuchen sie dann auszuweichen und „whataboutism“ zu betreiben. Hartnäckig bleiben, diese Leute immer wieder zum Thema zurückführen, immer entlang der Fakten argumentieren und Lügen als das enttarnen, was sie sind.

Auch Autoren von Nachrichten können mithelfen: je nachlässiger oder verkürzter nämlich eine Nachricht formuliert wird, desto eher bietet sie den „Hatern“ eine Möglichkeit, mit ihren (Um-)Deutungen gezielt aufzuspringen und die Nachlässigkeit für sich zu nutzen.

„Regel 10“: Prävention
Gerade bei Facebook ist es verführerisch, viel über sich preiszugeben. Daher:
Jeder sollte sein Profil daraufhin überprüfen, was er wirklich öffentlich zeigen möchte. Selbst Facebook bietet zahlreiche Möglichkeiten, nur seinen „Freunden“ den Zugriff auf seine Bilder, seinen Wohnort, seinen Schulbesuch, seine Beiträge usw. zu erlauben.
Und natürlich ist und bleibt es wichtig, seine Zugangsdaten sicher zu gestalten. Denn wird man erst einmal Ziel von Angriffen, schrecken diese Angreifer auch nicht vor Hacking-Versuchen zurück. Ich weiß, wovon ich rede. Wer also den Mut hat, sich gegen den Hass zu stellen, ist nicht feige, wenn er seine Daten präventiv schützt, sondern weise. Und was, wenn man tatsächlich beleidigt, bedroht oder sonst wie angegriffen wird?

„Regel 11“: Konsequenz!
Ich atme viel. Ich antworte mit Fakten, Humor, Sarkasmus und manchmal reagiere ich bestimmt auch mal etwas empfindlich. Aber irgendwann reicht es einfach. Man muss sich nicht allem aussetzen. Man kann löschen und blocken. Ich tue es ungern, weil ich wissen möchte, was so los ist, aber es ist völlig legitim das zu tun.
Sie können zudem Hassrede, Aufrufe zu Gewalt usw. melden. Sie können das Netzwerkdurchsetzungsgesetzes nutzen, auch wenn es da wirklich noch Verbesserungsbedarf gibt. Aber die Grundidee ist richtig, denn Hass ist keine Meinung und Meinungsfreiheit ist nicht Hassfreiheit.
Zur Konsequenz gehört auch der letzte Schritt. Und der heißt, wenn es ganz schlimm wird: Anzeige erstatten und juristisch vorgehen, wo es geht.

„Regel 12“: Achtsamkeit!
Das bedeutet ganz einfach: Man muss sich den Hasskommentaren nicht immer widmen. Man darf, ja man muss auch abschalten und das meine ich im wahrsten Sinne des Wortes.
So toll ich jeden finde, der sich im Netz und im realen Leben Hass, Manipulation, Rassismus und Machtmissbrauch entgegenstellt, jeder hat nur ein Leben und muss auch immer wieder auftanken und gesund bleiben. Auch ich. Den Satz hat mir ein Freund ins Manuskript geschrieben... ;-) Und wenn man dann Regel 8 beherzigt, Sie wissen schon, „you are not alone“, dann kann man sich in der guten Gewissheit, dass es auch mal ohne mich weitergeht, zurückziehen und weiter an seiner Zuversicht arbeiten, dass irgendwann die Vernunft siegt – und Regeln dieser Art vielleicht nicht mehr nötig sein werden.

In diesem Sinne – schönen Sonntag!

dh

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Bemerkungen

Wie kommt es eigentlich, dass hier überhaupt nichts kommuniziert wird? Habt Ihr vor lauter Kongress keine Zeit für Kommunikation?
Ich bin auch dieses Jahr wieder in Berlin dabei! 😊