Experimentdays

Experimentdays Die EXPERIMENTDAYS sind eine Plattform für gemeinschaftliche Wohnprojekte, Ideen und Akteure der kreativen Nachhaltigkeit, die Stadt als zu gestaltenden Lebensraum verstehen.
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Seit 2003 werden die EXPERIMENTDAYS jährlich veranstaltet.

Wie gewohnt öffnen

Photos from Bettina Jarasch's post
22/05/2021

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Preisspirale beim Wohnen: Immobilieninvestoren entdecken Wien
30/04/2021
Preisspirale beim Wohnen: Immobilieninvestoren entdecken Wien

Preisspirale beim Wohnen: Immobilieninvestoren entdecken Wien

Hohe Lebensqualität, viel Grün, erschwingliche Mieten: Österreich und Wien insbesondere gelten in Europa als Insel der Seligen, wenn es ums Wohnen geht. Die Frage ist aber: Wie lange noch? Ein internationales Rechercheprojekt zeigt, wie finanzierbares Wohnen in ganz Europa unter Druck gerät. Im ...

Prinz Eugen Park in München : Mustersiedlung für ökologisches Bauen
29/04/2021
Prinz Eugen Park in München : Mustersiedlung für ökologisches Bauen

Prinz Eugen Park in München : Mustersiedlung für ökologisches Bauen

Vielerorts in der Welt wird im großen Stil mit Holz gebaut und daran geforscht, welche Alternativen in der Zukunft zur Verfügung stehen könnten. Ein Beispiel für das Wohnen der Zukunft findet sich in München. Der Prinz Eugen Park ist Deutschlands größte ökologische Mustersiedlung.

Community land trusts are a form of community control of land by which land is held in trust in perpetuity for community...
29/04/2021
CLTs Still Going Commercial—Nonprofit Offices, Hairdressers, and a Sausage Factory | Shelterforce

Community land trusts are a form of community control of land by which land is held in trust in perpetuity for community benefit, even when buildings on the land are sold. Though the very first community land trust was primarily a working farm, for most of the time since then community land trusts in the United States have been primarily focused on providing stable, permanently affordable housing.
Community land trusts, better known for permanently affordable housing, expand into commercial spaces for a wide range of reasons, and in a wide range of ways.

Whatever Happened to ... CLTs Still Going Commercial—Nonprofit Offices, Hairdressers, and a Sausage Factory Community land trusts, better known for permanently affordable housing, expand into commercial spaces for a wide range of reasons, and in a wide range of ways. By Nicole Martinez - April 5, ...

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27/04/2021

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SORGE UM DEN BESTAND. Zehn Strategien für die Architektur

V Einfach umbauen – einfach transformieren – Eike Roswag-Klinge

Mit einfachen und kostensparenden Eingriffen den Bestand umbauen, ihn an neue Nutzungen anpassen und dabei die Idee der Suffizienz verfolgen, das postuliert die fünfte Strategie. „Umbau in ökologischer Verantwortung heißt, mit regenerativen Materialien und Naturbaustoffen, mit Low-Tech-Konzepten und im Selbstbau bestehende Gebäude oder deren Strukturen fortzuschreiben.“
www.daz.de/de/sorge-um-den-bestand
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#DAZBerlin #BDA #SorgeumdenBestand #Bauen #Bestand #Klima #Ressourcen #Quartier #Klimawandel #Architektur #Nutzung #Ökologie #Naturbaustoffe #Suffizienz #Raum #Stadtplanung #Städtebau #Zukunft #Nachhaltigkeit #sustainibility #architectsforfuture #Gemeinschaft #Wohnen #Ausstellung #AusstellunginBerlin #Berlin #Publikation #JovisVerlag #BundDeutscherArchitektinnenundArchitekten #DeutschesArchitekturZentrum

Genossen, gründet Genossenschaften!
20/04/2021
Genossen, gründet Genossenschaften!

Genossen, gründet Genossenschaften!

Der Mietendeckel ist dahin, die Mieter-Not bleibt. Zeit, eine altbewährte Alternative zu pushen, statt sich im Lamento zu ergehen. Eine Kolumne.

Workers Deserve Beautiful, Renovated, Even Luxurious Public Housing
26/03/2021
Workers Deserve Beautiful, Renovated, Even Luxurious Public Housing

Workers Deserve Beautiful, Renovated, Even Luxurious Public Housing

This year's Pritzker Prize, the highest award in architecture, went to French architects who rejected the demolition of public housing. Instead, the architects insisted on renovating and expanding public units to make working-class residents' homes more modern, humane, and attractive.

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24/03/2021

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SORGE UM DEN BESTAND. Zehn Strategien für die Architektur

I Aufbruch ins Bestehende – Katja Fischer und Jan Kampshoff

„Aufbruch ins Bestehende ist der Aufruf zu einer reduktiven Strategie, die die planetarischen Grenzen anerkennt und im Bestehenden durch kreatives Interagieren und Weiternutzen die gesellschaftlichen Zukunftsräume schafft. Denn die Welt ist gebaut, alles ist schon da.”
www.daz.de/de/sorge-um-den-bestand
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#DAZBerlin #BDA #SorgeumdenBestand #Bauen #Bestand #Klima #Ressourcen #Reparatur #Klimawandel #Architektur #architecture #Stadtplanung #urbanism #Städtebau #Zukunft #construction #Nachhaltigkeit #sustainibility #architectsforfuture #Gemeinschaft #Wohnen #Ausstellung #AusstellunginBerlin #exhibition #Berlin #Publikation #JovisVerlag #BundDeutscherArchitektinnenundArchitekten

Bund fördert Haus der Statistik und Hauptmann-Museum in Berlin
22/03/2021
Bund fördert Haus der Statistik und Hauptmann-Museum in Berlin

Bund fördert Haus der Statistik und Hauptmann-Museum in Berlin

Als Teil des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" bekommen der Wohnsitz des Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann und das urbane Kulturprojekt Haus der Statistik in Berlin mehrere Millionen Euro

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17/03/2021

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DAS DAZ IST ENDLICH WIEDER GEÖFFNET!

Ab heute könnt Ihr unsere Ausstellung „Sorge um den Bestand“ ansehen!
Bis 27. Juni 2021, Mittwoch – Sonntag 15 – 20 Uhr

Infos zum Besuch im DAZ und zur Buchung von Zeitfenstertickets: www.daz.de/de/tickets

Foto: @leonlenkfotografie
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#Reopening #Wiedereröffnung #DAZBerlin #SorgeumdenBestand #BDA #Bauen #Bestand #Klima #Ressourcen #Reparatur #Klimawandel #Architektur #architecture #Stadtplanung #urbanism #Städtebau #construction #Nachhaltigkeit #sustainibility #architectsforfuture #Gemeinschaft #Wohnen #Ausstellung #exhibition #Berlin #Publikation #JovisVerlag #BundDeutscherArchitektinnenundArchitekten

16/03/2021

SAISON-AUFTAKT auf FRIEDA SÜD:
Wir laden euch herzlich zur Aufräumaktion am kommenden Samstag (20.3.) ab 12 Uhr ein! Bringt Arbeitshandschuhe und Regenjacken mit - für Getränke und Snacks sorgen wir. Natürlich achten wir auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Also: Masken nicht vergessen. Wir freuen uns auf euch!

20/02/2021

Es wird langsam wärmer, wir freuen uns alle auf den Frühling - und dann steht auch wieder der offene Tag des Wohnprojekts an! Save-the-date: Samstag, 8. Mai 2021

Danke an die Wohnbaugenossenschaft, an das Architekturbüro www.agplus.de und Doppelpunkt Frankfurt für das Foto von der Baustelle

19/02/2021

Kommenden Mittwoch, 24.2.21 um 19 Uhr ist wieder mitbau IMPULS. Diesmal zum Thema Holzbau im Wohnungsbau. Architekt Ulf Rössler gibt einen Überblick in die Konstruktionsarten im Holzbau, die Möglichkeiten unterschiedlicher Hybridbauweisen und die Anforderungen an Brand und Schallschutz der verschiedenen Gebäudeklassen. Anmeldung: [email protected]

Wenn Wohnen keine Ware wäre - Augustin - Die erste österreichische Boulevardzeitung
11/02/2021
Wenn Wohnen keine Ware wäre - Augustin - Die erste österreichische Boulevardzeitung

Wenn Wohnen keine Ware wäre - Augustin - Die erste österreichische Boulevardzeitung

Die Wohnungsforschung hat als junges wissenschaftliches Feld hohe politische Ansprüche. Lisa Vollmer von der Bauhaus-Universität Weimar spricht im Interview über ein Recht auf Wohnen, das Zauberwort Enteignung und die Wohnungsfragen, die sich die Immobilienlobby stellt. Interview: Lisa Bolyos, Fo...

11/02/2021

Wer ist eigentlich diese ZKB?

Es ist 2021 und wir haben den Schritt ins Internet vollbracht. Guckt euch die Webseite doch mal an!

Initiative Urbane Praxis
22/01/2021

Initiative Urbane Praxis

Check out the initial campus projects of the Initiative Urbane Praxis …

Initiative Haus der Statistik
Floating University
Berlin Mondiale
Baupalast
@stadtwerkmrzn
@stationurbanerkulturen
ZK/U - Zentrum für Kunst und Urbanistik

#urbanepraxisberlin #urbanepraxis #initiativeurbanepraxis
#hausderstatistik #floatinguniversity #baupalast #stadtwerkmrzn_s27 #stationurbanerkulturen #schlesiche27 #berlinmondiale #ngbk_berlin #raumlaborberlin #constructlab #zkuberlin #ratfürdiekünste #draussenstadt #senkulteu
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Adresse

Id22 Project Space_Wilhelmine-Gemberg-Weg 12
Berlin
10179

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Bemerkungen

Eine Erklärung. Berlin. Wie geht es voran in Berlin mit gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen, selbstorganisierten Wohnprojekten und weiteren gemeinwohlorientierten räumlichen Initiativen? Wie sind die EXPERIMENTDAYS als entsprechende Netzwerkveranstaltung weiter zu entwickeln? Die EXPERIMENTDAYS machen eine nicht nur wohlverdiente sondern auch notwendige Pause. Die Zahl kollektiv selbstorganisierter Wohnprojekte und weiterer gemeinwohlorientierter räumlicher Initiativen, ist auch wegen explodierender Immobilienpreise sehr gering. Umso mehr gilt es für uns, die seit 15 Jahren stattfindenden EXPERIMENTDAYS noch intensiver als bisher hinsichtlich der sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Entwicklung der gesamten Stadt auszurichten. Die entsprechenden Kulturen der Teilhabe sind in Berlin in besonderer Art und Weise hochqualitativ ausgeprägt. Allerdings sind diese weit gefächerten Potentiale immer noch nicht verbindlich und langfristig eingebunden in die Gestaltung der bestehenden sowie neuen Quartiere. Es muss also insbesondere an den grundlegenden Strukturen der Stadtentwicklung gearbeitet werden. Die Lage auf dem Immobilienmarkt umzukehren, klar und deutlich zu einer entsprechenden Stadtentwicklungspolitik beizutragen und hierbei in breiten Bündnissen, sprich, so eng wie möglich mit Berlins Aktivist*innen, gemeinwohlorientierter Immobilienwirtschaft und Wissenschaft sowie Politik und Verwaltung zusammenzuarbeiten, ist uns deswegen ein ganz besonderes Anliegen. In diesem Jahr sind wir dabei das daraus folgende wie weiter…? mit den bisherigen sowie neuen Partner*innen in entsprechend konzeptionellen Runden eruieren. Anders gesagt: Es hilft nur wenig, wenn pro Jahr eine Handvoll Projekte gefördert werden aber parallel das Wohnen für die Mieter*innen dieser Stadt zunehmend unbezahlbar wird und somit tausende Menschen aus ihren jeweiligen Nachbarschaften / Sozialräumen verdrängt werden. Und es hilft auch wenig, sollte in 2019 dies und das neue Projekt per Konzeptverfahren entstehen, wenn gleichzeitig vielzählige und teils jahrelang bestehende Projekte von Räumungen oder anderen Schikanen bedroht sind. Oder noch einmal anders gesagt: Wir haben die EXPERIMENTDAYS seit 2003 mindestens einmal im Jahr veranstaltet, haben in der Zeit zahlreiche selbstorganisierte Wohnprojekte und weitere gemeinwohlorientierte räumliche Initiativen vermittelt und vernetzt und dabei den Austausch über bottom-up Stadtentwicklung über Jahre befördert. Die in den letzten Jahren erfahrene Wertschätzung seitens Politik und Verwaltung genügt allerdings nicht mehr, um die oben skizzierten Herausforderungen zu meistern. Das jährliche oft erst späte Wissen ob und und in welcher Höhe die EXPERIMENTDAYS öffentlich gefördert werden, widerspricht den aktuellen Herausforderungen. Auch entspricht die bisherige Anerkennung den erwähnten Potentialen zur tatsächlich demokratischen Entwicklung der Stadt nicht. Die Zahl der Menschen, welche an einem Berlin mitwirken wollen, dass sie das ihre nennen, ist enorm groß! Und sie wächst! Es ist uns deswegen ein besonders Anliegen, noch intensiver als bisher im Sinne aller Berliner*innen zusammenzuarbeiten und unsere Arbeit hierfür auf noch breitere Füße zu stellen, die Kooperation mit Berlins Zivilgesellschaft sowie Politik und Verwaltung entsprechend neu auszurichten. Im Anschluss deswegen auch eine kurze Übersicht, die einen Eindruck von der Entwicklung der EXPERIMENTDAYS seit 2003 gibt, und die Anregung sein soll, die weitere Gestaltung der EXPERIMENTDAYS im Kontext der aktuellen Stadtentwicklung zusammenzudenken. id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit mit der EXPERIMENTDAYS Planungsgemeinschaft Fünfzehn Jahre EXPERIMENTDAYS bzw. Vernetzung und Austausch gemeinschaftlicher und genossenschaftlicher, selbstorganisierter Wohnprojekte und weiterer gemeinwohlorientierter räumlicher Initiativen Oder: Die EXPERIMENTDAYS im Kontext der Berliner Immobilien-, Wohn- und entsprechenden Mietenpolitik 2003 – 2004 Kontext: ● Die große Zeit der Selbsthilfe-Projekte sowie der Besetzungen ist vorbei ● Die Phase der Zwischennutzungen und spontaner Raumaneignungen hält an ● Einige wenige Genossenschaften entwickeln weiterhin Projekte EXDAYS: durchstarten ohne Unterstützung der Senatsverwaltung 2003: Anhalter Garten, Ben Wagin, RAW-Friedrichshain 2004: ufaFabrik 2005 – 2013 Kontext: ● Keine fördernde Wohnpolitik mehr ● hunderte neue Projekte durch Baugruppen, Baugemeinschaften, Genossenschaften sowie Mietshäuser Syndikat entwickeln sich ● erste Schritte hin zu einer neuen Immobilienpolitik, u.a. forciert durch die Initiativen Stadt Neudenken und Kotti & Co ● Nach Jahren der Stagnation beginnt die Zahl der Berliner*innen zu steigen; die Bodenpreise und Mieten steigen ebenso EXDAYS: Unterstützung bzw. Co-Finanzierung durch die Senatsverwaltung 2005: Akademie der Künste 2006: Kühlhaus + Kalkscheune 2007: die WABE 2008: uferhallen 2009: uferhallen 2010: Forum Factory 2011: DAZ, Katerholzig + Radialsystem 2012: ufaFabrik 2013: Tempelhofer Feld, Zollgarage 2014 – 2019 Kontext: Die neue, am Gemeinwohl orientierte Immobilien-, Wohn- und Mietenpolitik wird schrittweise verstärkt R2G Koalition kommt ● Berlin wächst von Jahr zu Jahr mehr, die Bodenpreise und Mieten explodieren entsprechend ● Wie unzählige angestammte Mieter*innen, so werden auch gemeinschaftliche und genossenschaftliche, kollektiv selbstorganisierte Wohnprojekte und weitere gemeinwohlorientierte räumliche Initiativen zunehmend aus der inneren Stadt verdrängt ● Die Konkurrenz nimmt zu, nicht nur mit den inzwischen unzähligen privaten Investoren sondern auch mit den wieder gestärkten Wohnungsbaugesellschaften ● Private, gemeinwohlorientierte Strukturen, wie das Community Land Trust Modell, werden für Berlin auf den Weg gebracht EXDAYS: weiterhin jahresweise neu zu beantragende Unterstützung durch die Senatsverwaltung 2014: Spreefeld 2015: Friedrich-Ebert-Stiftung 2016: Friedrich-Ebert-Stiftung 2017: Friedrich-Ebert-Stiftung, CRCLR House, Vollgut 2018: Prinzessinnengarten, Haus der Statistik, RAW-Friedrichshain FAZIT Die EXPERIMENTDAYS, 2003 vom id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit initiiert, von Anfang an in Kooperation mit zahlreichen Projekten, Initiativen und Netzwerken, Expert*innen und Aktivist*innen, um zu vermitteln und zu vernetzen: Austausch zwischen denen, die (Wohn)Projekte suchen, und denen, die (Wohn)Projekte anschieben, fördern und entwickeln, dabei stets auch danach strebend, die Aufmerksamkeit für solche Initiativen möglichst breit in die Stadtgesellschaft zu kommunizieren. Inzwischen entstehen solche Projekte kaum noch – obwohl die Nachfrage Jahr für Jahr gewachsen ist, und obwohl zunehmend gilt, die erprobten Praktiken des kollektiv selbstorganisierten Wohnens und weiterer gemeinwohlorientierter räumlicher Initiativen in der gesamten Stadt produktiv zu machen. Aber: Die entsprechenden Akteure haben und/oder bekommen keinen Zugang zum Boden bzw. können nicht mit den am Markt dominierenden Investoren und nicht einmal mit den Wohnungsbaugesellschaften mithalten. ___________________________________________
Eine Erklärung. Berlin. April 2019 Wie geht es voran in Berlin mit gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen, selbstorganisierten Wohnprojekten und weiteren gemeinwohlorientierten räumlichen Initiativen? Wie sind die EXPERIMENTDAYS als entsprechende Netzwerkveranstaltung weiter zu entwickeln? Die EXPERIMENTDAYS machen im Jahr 2019 eine nicht nur wohlverdiente sondern auch notwendige Pause. Die Zahl kollektiv selbstorganisierter Wohnprojekte und weiterer gemeinwohlorientierter räumlicher Initiativen, ist auch wegen explodierender Immobilienpreise sehr gering. Umso mehr gilt es für uns, die seit 15 Jahren stattfindenden EXPERIMENTDAYS noch intensiver als bisher hinsichtlich der sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Entwicklung der gesamten Stadt auszurichten. Die entsprechenden Kulturen der Teilhabe sind in Berlin in besonderer Art und Weise hochqualitativ ausgeprägt. Allerdings sind diese weit gefächerten Potentiale immer noch nicht verbindlich und langfristig eingebunden in die Gestaltung der bestehenden sowie neuen Quartiere. Es muss also insbesondere an den grundlegenden Strukturen der Stadtentwicklung gearbeitet werden. Die Lage auf dem Immobilienmarkt umzukehren, klar und deutlich zu einer entsprechenden Stadtentwicklungspolitik beizutragen und hierbei in breiten Bündnissen, sprich, so eng wie möglich mit Berlins Aktivist*innen, gemeinwohlorientierter Immobilienwirtschaft und Wissenschaft sowie Politik und Verwaltung zusammenzuarbeiten, ist uns deswegen ein ganz besonderes Anliegen. In diesem Jahr sind wir dabei das daraus folgende wie weiter…? mit den bisherigen sowie neuen Partner*innen in entsprechend konzeptionellen Runden eruieren. Anders gesagt: Es hilft nur wenig, wenn pro Jahr eine Handvoll Projekte gefördert werden aber parallel das Wohnen für die Mieter*innen dieser Stadt zunehmend unbezahlbar wird und somit tausende Menschen aus ihren jeweiligen Nachbarschaften / Sozialräumen verdrängt werden. Und es hilft auch wenig, sollte in 2019 dies und das neue Projekt per Konzeptverfahren entstehen, wenn gleichzeitig vielzählige und teils jahrelang bestehende Projekte von Räumungen oder anderen Schikanen bedroht sind. Oder noch einmal anders gesagt: Wir haben die EXPERIMENTDAYS seit 2003 mindestens einmal im Jahr veranstaltet, haben in der Zeit zahlreiche selbstorganisierte Wohnprojekte und weitere gemeinwohlorientierte räumliche Initiativen vermittelt und vernetzt und dabei den Austausch über bottom-up Stadtentwicklung über Jahre befördert. Die in den letzten Jahren erfahrene Wertschätzung seitens Politik und Verwaltung genügt allerdings nicht mehr, um die oben skizzierten Herausforderungen zu meistern. Das jährliche oft erst späte Wissen ob und und in welcher Höhe die EXPERIMENTDAYS öffentlich gefördert werden, widerspricht den aktuellen Herausforderungen. Auch entspricht die bisherige Anerkennung den erwähnten Potentialen zur tatsächlich demokratischen Entwicklung der Stadt nicht. Die Zahl der Menschen, welche an einem Berlin mitwirken wollen, dass sie das ihre nennen, ist enorm groß! Und sie wächst! Es ist uns deswegen ein besonders Anliegen, noch intensiver als bisher im Sinne aller Berliner*innen zusammenzuarbeiten und unsere Arbeit hierfür auf noch breitere Füße zu stellen, die Kooperation mit Berlins Zivilgesellschaft sowie Politik und Verwaltung entsprechend neu auszurichten. Im Anschluss deswegen auch eine kurze Übersicht, die einen Eindruck von der Entwicklung der EXPERIMENTDAYS seit 2003 gibt, und die Anregung sein soll, die weitere Gestaltung der EXPERIMENTDAYS im Kontext der aktuellen Stadtentwicklung zusammenzudenken. id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit mit der EXPERIMENTDAYS Planungsgemeinschaft Fünfzehn Jahre EXPERIMENTDAYS bzw. Vernetzung und Austausch gemeinschaftlicher und genossenschaftlicher, selbstorganisierter Wohnprojekte und weiterer gemeinwohlorientierter räumlicher Initiativen Oder: Die EXPERIMENTDAYS im Kontext der Berliner Immobilien-, Wohn- und entsprechenden Mietenpolitik 2003 – 2004 Kontext: ● Die große Zeit der Selbsthilfe-Projekte sowie der Besetzungen ist vorbei ● Die Phase der Zwischennutzungen und spontaner Raumaneignungen hält an ● Einige wenige Genossenschaften entwickeln weiterhin Projekte EXDAYS: durchstarten ohne Unterstützung der Senatsverwaltung 2003: Anhalter Garten, Ben Wagin, RAW-Friedrichshain 2004: ufaFabrik 2005 – 2013 Kontext: ● Keine fördernde Wohnpolitik mehr ● hunderte neue Projekte durch Baugruppen, Baugemeinschaften, Genossenschaften sowie Mietshäuser Syndikat entwickeln sich ● erste Schritte hin zu einer neuen Immobilienpolitik, u.a. forciert durch die Initiativen Stadt Neudenken und Kotti & Co ● Nach Jahren der Stagnation beginnt die Zahl der Berliner*innen zu steigen; die Bodenpreise und Mieten steigen ebenso EXDAYS: Unterstützung bzw. Co-Finanzierung durch die Senatsverwaltung 2005: Akademie der Künste 2006: Kühlhaus + Kalkscheune 2007: die WABE 2008: uferhallen 2009: uferhallen 2010: Forum Factory 2011: DAZ, Katerholzig + Radialsystem 2012: ufaFabrik 2013: Tempelhofer Feld, Zollgarage 2014 – 2019 Kontext: Die neue, am Gemeinwohl orientierte Immobilien-, Wohn- und Mietenpolitik wird schrittweise verstärkt R2G Koalition kommt ● Berlin wächst von Jahr zu Jahr mehr, die Bodenpreise und Mieten explodieren entsprechend ● Wie unzählige angestammte Mieter*innen, so werden auch gemeinschaftliche und genossenschaftliche, kollektiv selbstorganisierte Wohnprojekte und weitere gemeinwohlorientierte räumliche Initiativen zunehmend aus der inneren Stadt verdrängt ● Die Konkurrenz nimmt zu, nicht nur mit den inzwischen unzähligen privaten Investoren sondern auch mit den wieder gestärkten Wohnungsbaugesellschaften ● Private, gemeinwohlorientierte Strukturen, wie das Community Land Trust Modell, werden für Berlin auf den Weg gebracht EXDAYS: weiterhin jahresweise neu zu beantragende Unterstützung durch die Senatsverwaltung 2014: Spreefeld 2015: Friedrich-Ebert-Stiftung 2016: Friedrich-Ebert-Stiftung 2017: Friedrich-Ebert-Stiftung, CRCLR House, Vollgut 2018: Prinzessinnengarten, Haus der Statistik, RAW-Friedrichshain FAZIT Die EXPERIMENTDAYS, 2003 vom id22: Institut für kreative Nachhaltigkeit initiiert, von Anfang an in Kooperation mit zahlreichen Projekten, Initiativen und Netzwerken, Expert*innen und Aktivist*innen, um zu vermitteln und zu vernetzen: Austausch zwischen denen, die (Wohn)Projekte suchen, und denen, die (Wohn)Projekte anschieben, fördern und entwickeln, dabei stets auch danach strebend, die Aufmerksamkeit für solche Initiativen möglichst breit in die Stadtgesellschaft zu kommunizieren. Inzwischen entstehen solche Projekte kaum noch – obwohl die Nachfrage Jahr für Jahr gewachsen ist, und obwohl zunehmend gilt, die erprobten Praktiken des kollektiv selbstorganisierten Wohnens und weiterer gemeinwohlorientierter räumlicher Initiativen in der gesamten Stadt produktiv zu machen. Aber: Die entsprechenden Akteure haben und/oder bekommen keinen Zugang zum Boden bzw. können nicht mit den am Markt dominierenden Investoren und nicht einmal mit den Wohnungsbaugesellschaften mithalten. ______________________________________________________________