Konferenz "Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen"

Konferenz "Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen" Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn rassistisches Gedankengut für gesellschaftsfähig erklärt wird.
(1)

***Konferenz 09./10.06., TU Berlin*** Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn rassistisches Gedankengut für gesellschaftsfähig erklärt wird und stellen einen gern genutzten Terminus “den Extremismusbegriff” in Frage. Welche Rolle das Extremismuskonzept im politischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Wirkungsbereich spielt, ist dabei eine Kernfrage unserer Konferenz. ***Anmeldung und Teilnahme*** Da die Teilnehmer_innenanzahl begrenzt ist, meldet euch bitte unter Angabe eures Names und eurer E-Mail-Adresse an. [email protected]öneweide.tk Wenn ihr die Konferenz aktiv unterstützen möchtet, z.B. Schlafplätze zur Verfügung stellen könnt, oder vor Ort mit anpacken wollt, dann meldet euch unter o.g. E-Mail- Adresse mit Name, Telefonnummer und wieviele Menschen bei euch unterkommen könnten v. Freitag – Sonntag. Das Projekt wird gefördert durch die stipendiatische Projektkommission der Hans-Böckler-Stiftung.

05/06/2017
Ziemlich beste Freunde? Konferenz an der TU Berlin beschäftigt sich mit Zusammenhang von Extremismustheorie und der Neuen Rechten

Wir haben anlässlich der Konferenz eine Pressemiteilung rausgegeben! PM Ziemlich beste Freunde? Konferenz an der TU Berlin beschäftigt sich mit Zusammenhang von Extremismustheorie und der Neuen Rechten

Am 10. Juni 2017 findet die Konferenz „Nicht zu fassen. Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen“ an der Technischen Universität Berlin statt. Den Auftakt bildet die Podiumsdiskussion „Gesellschaftskritik unter Extremismusverdacht“ am Vorabend, den 9. Juni, im Refugio am U-Bahnhof Schönleinstraße. StipendiatInnen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung wollen mit WissenschaftlerInnen, GewerkschafterInnen und AktivistInnen der Frage nach den Zusammenhängen zwischen Extremismustheorie und autoritären Bestrebungen nachgehen.

„Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn autoritäres und rassistisches Gedankengut einerseits gesellschaftsfähig, andererseits insbesondere jenes Engagement, das sich dagegen richtet, als „extremistisch“ gelabelt wird“, erklärt Maximilian Fuhrmann vom Organisationsteam. „Wir glauben, es ist kein Zufall, dass sich rechte Akteure wie AfD und PEGIDA immer wieder auf den Extremismus-Begriff beziehen.“ Am 18. März 2017 hatte die Alternative für Deutschland (AfD) einen eigenen Extremismus-Kongress in Berlin abgehalten. „Auf der Konferenz wollen wir das Verhältnis von neuen rechten Bewegungen und dem Extremismus-Konzept diskutieren“, führt Maximilian Fuhrmann fort. Ein weiteres Anliegen der Konferenz ist die Entwicklung von Gegenstrategien. So wird ein Argumentationstraining gegen menschenfeindliche Einstellungen angeboten und sich mit der Rolle von Kunst und Kultur in der politischen Auseinandersetzung mit rechten Bewegungen beschäftigt.

Am 9. Juni 2017 findet als Auftakt-Veranstaltung um 19:30 eine Gesprächsrunde mit dem Titel „Gesellschaftskritik unter Extremismusverdacht“ statt. AktivistInnen berichten von den Folgen des Extremismuskonzepts für ihr gesellschaftliches Engagement. Teilnehmen wird der lange Zeit von einem Berufsverbot betroffene Lehrer Michael Csaszkóczy, die Umweltaktivistin Cécile Lecomte, die thüringische Landtagsabgeordnete Katharina König (Die Linke) und Andrea Hübler vom Alternativen Kultur- und Bildungszentrum in Pirna. Die Veranstaltung findet im Refugio (Lenaustrasse 3-4) statt. Am 10. Juni 2017 folgt die Konferenz, die Prof. Dr. Christoph Kopke mit einem Vortrag eröffnen wird.
http://www.scharf-links.de/46.0.html?&tx_ttnews5Btt_news5D=60974&cHash=b1628868f7

Am 10. Juni 2017 findet die Konferenz „Nicht zu fassen. Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen“ an der Technischen Universität Berlin statt. Den Auftakt bildet die Podiumsdiskussion „Gesellschaftskritik unter Extremismusverdacht“ am Vorabend, den 9. Juni, im Refugio am U-Bahnhof Schönlein...

28/05/2017

Vor kurzem noch dazu gekommen: Wir freuens uns auf den Beitrag von Michael Beron und Tina Turnheim (EGfKA) im Panel: Kulturkampf - die Kunst und rechte Bewegungen. Die Ankündigung: SUPPORT YOUR LOCAL THEATER! - Für einen neuen kulturellen Antifaschismus

Europaweit werden kritische und anti-nationale Theatermachenden seit einigen Jahren verstärkt zum Angriffsziel rechter Akteur*innen. Dabei handelt es sich um einen Kulturkampf auf mehreren Ebenen. Aktionismus, publizistisches, parlamentarisches und juristisches Vorgehen verschränken sich. Den Angreifenden und ihren neurechten Strateg*innen geht es um kulturelle Hegemonie bzw. eine „Kulturrevolution von rechts“. So versucht die AfD immer wieder unliebsame Inszenierungen zu verhindern und droht Theatermachenden, die es weiterhin vorziehen, „linksversiffte Stücke“ zu entwickeln, klassisch neoliberal, mit dem Ende von Fördergeldern. Das kulturpolitische Ziel der Partei: Ein völkischnationalistisches Repräsentationstheater, wie es etwa in Ungarn und Polen bereits durchgesetzt wurde. Noch gibt es an vielen Kulturinstitutionen Widerstand, doch die vermeintliche Festung bröckelt. Einige Theater beginnen, AfD-Vertreter*innen und anderen neurechten Ideolog*innen eine Bühne zu bieten – trotz teilweise massiver Proteste kritischer Kulturschaffender. Der Streit über vermeintlich demokratische Werte, Meinungsfreiheit und den Umgang mit den z.T. „demokratisch gewählten“ Rechten ist in vollem Gange. Vor diesem Hintergrund argumentieren wir für die Verteidigung linker Kulturhegemonie und eine klare Positionierung gegen die Vereinnahmungsversuche der Neuen Rechten. Dafür braucht es auch eine neue Kultur des Antifaschismus.

24/05/2017

Ein weiterer Workshop unserer Konferenz, der sich mit dem Begriff Terror und rechter Gewalt auseinandersetzt:
§ 129a - Herausforderungen der Begriffsbildung
Von Alice Blum
Im vergangen Jahr kam es vermehrt zu Ermittlungen in rechten Milieus aufgrund des Paragraphen 129a StGB "Bildung terroristischer Vereinigungen". Hierbei rücken einzelne Gruppierungen und Personen in der öffentlichen Wahrnehmung in den Vordergrund und der alltägliche "Rechtsextremismus" wird dabei häufig ausgeblendet. Damit perpetuiert sich ein Rechtsextremismuskonzept, welches eine scheinbar unpolitische Masse generiert und Extreme im Außen und bei einzelnen Akteur_innen sieht. Die Grenzen einer Einordnung von Rechten werden so immer weiter verschoben. Das hat möglicherweise zur Folge, dass auch der Raum des Sagbaren und die Handlungsmöglichkeiten für Rechte immer mehr erweitert werden. Der Beitrag sieht vor die aktuellen Entwicklungen rechter Bestrebungen in Deutschland zu beleuchten und ihre Einordnung, wie auch den aktuell von staatlicher Seite häufig genutzten "Terror-Begriff" kritisch zu hinterfragen, ohne dabei die Anliegen einer rassismuskritischen Forschung in den Hintergrund treten zu lassen. Der Workshop versteht sich somit als Raum Terminologien zur aktuellen Beschreibung extrem rechter Erscheinungsformen zu diskutieren und Überlegungen dahingehend anzustellen, wie diese aus einer emanzipatorischen Perspektive Anwendung finden könnten.

22/05/2017

Ein weiterer Workshop auf der Konferenz:
Workshop - Antifeminismus von Rechts
Die AfD war schon antifeministisch, bevor sie hemmungslos rassistisch wurde". Damit ist das bestimmende Merkmal einer Neuen Rechten angezeigt. Ob extreme Rechte, die Identitäre Bewegung oder die AfD, sie eint eine Vorstellung von der traditionellen, heterosexuellen Kernfamilie als Keimzelle ihrer nationalen und kulturellen Identität. Feminismus steht dieser Vorstellung entgegen und wird als Feindbild bekämpft.

22/05/2017

💡Anmeldung und Teilnahme💡
Wir freuen uns über euer Interesse! Meldet euch bitte unter Angabe eures Names und eurer E-Mail-Adresse an. Die Teilnahme ist kostenlos.
[email protected]

20/05/2017

Was passiert eigentlich in den Workshops und Panels? Wir stellen hier die kommenden Tage Details zum Programm vor. Heute: Stinkt der Fisch vom Kopf her? – Zum Demokratiebegriff des Extremismuskonzeptes. Workshop von Paul-Miró Lachmann

Linksextrem - Linksradikal - Demokratische Mitte - Rechtsradikal- Rechtsextrem. Dieses Schema ist seit Jahrzehnten in der öffentlichen Wahrnehmung präsent. Immer wieder wird verkündet was als demokratisch gilt und was nicht, was wünschenswert sei und was bekämpft bzw. abgewehrt gehöre. Damit einher gehen immer bestimmte Normvorstellung, welche in der Gesellschaft legitimiert werden sollen - doch wie sehen diese aus? Um diese Frage im Ansatz klären zu können, wollen wir uns in diesem Workshop gemeinsam in verschiedenen Schritten dem der Extermismustheorie zugrundeliegendem Demokratieverständnis annähern.

28/04/2017

„Die Extremismustheorie ist ein abstraktes Gesellschaftsmodell, das vor allem staatlichen Behörden helfen soll, die "Feinde" der Gesellschaft zu bestimmen. Sie folgt einem einfachen Schema, das gerne in Anlehnung an Begriffe aus der Geometrie gedacht wird. Eines haben jedoch alle Definitionen des Extremismus gemeinsam: Das politische Spektrum wird entlang einer Achse gruppiert, die von links über die Mitte bis nach rechts reicht. Die beiden Enden beschreiben demnach die sektiererischen, polarisierenden, kompromisslosen und problematischen Extreme am Rand der Gesellschaft. Sie bedrohen die als gemäßigt, harmonisch und unproblematisch geltende Mitte der Gesellschaft.“
Die Kritik an der Extremismustheorie ist zu recht vielfältig. Sie verkürzt Phänomene wie antirassistischen, ökologischen, linken Aktivismus als lediglich unterschiedliche Formen des politischen "Extremismus" und stellt sie somit mit Neonazismus oder Islamismus auf eine Stufe.Ihre theoretischen Annahmen sind empirisch nicht haltbar und sie verengt Demokratie auf eine ganz bestimmte Form von Demokratie.

Die letzte größere wissenschaftliche Auseinandersetzung fand rund um die Extremismusklausel statt, welche Initiativen und Projekte gegen Rechts unter Generalverdacht stellte und ihnen staatliche Förderung entzog.
Weiterhin wird der Extremismusdiskurs seit jeher als Legitimation von Sicherheitsbehörden genutzt, um Maßnahmen gegen unliebsame kritische politische Bewegungen zu legitimieren.

Doch der Aufstieg des rechtspopulistischen Bewegung in Form der AfD und PEGIDA bietet einen Anlass sich nochmal mit der Wirkung des immer noch existierenden Extremismus-Diskurses auseinanderzusetzen. Es ist nicht zufällig, dass sich Vertreter*innen der rechtspopulistischen Bewegungen oftmals vieler Grundannahmen der Extremismustheorie
bedienen. Unter dem Verweis nicht von den Sicherheitsbehörden beobachtet zu werden und nicht als "rechtsextrem" zu gelten, können Rassismus und Nationalismus immer offener geäußert werden. Um menschenfeindlichen und autoritären Ideologien stärker entgegentreten zu können, muss die Extremismustheorie entschieden zurückgewiesen werden, um der sogenannten "Mitte" der Gesellschaft einen kritischen Blick auf sich selbst zu ermöglichen. Dies ist heute notwendiger denn je.

Wir laden euch deshalb herzlich zu unserer Konferenz "Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen" am 09./10. Juni in Berlin ein!

Adresse

Berlin

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Konferenz "Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen" erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Konferenz "Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen" senden:

Veranstaltungen/Veranstaltungsorte in der Nähe


Andere Veranstaltungen/Veranstaltungsorte in Berlin

Alles Anzeigen