Jagdschloss Grunewald

Jagdschloss Grunewald Erfahren Sie alle Neuigkeiten zur Ausstellungen und Veranstaltungen im und am Jagdschloss Grunewald, Berlins ältestem Schlossbau ! Willkommen auf der offiziellen Facebookseite des Jagdschlosses Grunewald, Berlins ältestem Schloss !
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Wir wollen Euch über Veranstaltungen, neue Ausstellungen Aktione und vieles mehr auf dem Laufenden halten. Außerdem könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen unseres Jagdschlosses werfen. Nach langen Jahrzehnten und Jahrhunderten als Jagdschloss wurde das Haus 1932 Kunstmuseum, und ist es bis heute geblieben. Kern der Ausstellung ist die Sammlung von etwa 30 Gemälden von Lucas Cranach dem Älteren

Wir wollen Euch über Veranstaltungen, neue Ausstellungen Aktione und vieles mehr auf dem Laufenden halten. Außerdem könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen unseres Jagdschlosses werfen. Nach langen Jahrzehnten und Jahrhunderten als Jagdschloss wurde das Haus 1932 Kunstmuseum, und ist es bis heute geblieben. Kern der Ausstellung ist die Sammlung von etwa 30 Gemälden von Lucas Cranach dem Älteren

Wie gewohnt öffnen

Am Sonntag freuen wir uns auf das nächste Sonntagsmärchen.Ab 15 Uhr spielt das Marion-Etten-Theater das Feuerwehrmärchen...
17/07/2021

Am Sonntag freuen wir uns auf das nächste Sonntagsmärchen.
Ab 15 Uhr spielt das Marion-Etten-Theater das Feuerwehrmärchen auf der Wasserterrasse.
Karten gibt es unter
https://schloss-grunewald.reservix.de/tickets-das-feuerwehrmaerchen-sonntagsmaerchen-open-air-in-berlin-jagdschloss-grunewald-am-18-7-2021/e1648824

oder an der Schlosskasse.

Am Sonntag freuen wir uns auf das nächste Sonntagsmärchen.
Ab 15 Uhr spielt das Marion-Etten-Theater das Feuerwehrmärchen auf der Wasserterrasse.
Karten gibt es unter
https://schloss-grunewald.reservix.de/tickets-das-feuerwehrmaerchen-sonntagsmaerchen-open-air-in-berlin-jagdschloss-grunewald-am-18-7-2021/e1648824

oder an der Schlosskasse.

Friedrich I. wurde am 11. Juli 1657 in Königsberg geboren. Er war das dritte Kind des Großen Kurfürsten und der Louise H...
11/07/2021

Friedrich I. wurde am 11. Juli 1657 in Königsberg geboren. Er war das dritte Kind des Großen Kurfürsten und der Louise Henriette von Oranien. Im Volksmund hieß der Prinz der „schiefe Fritz“. Eine Amme hatte den Säugling fallengelassen. In der Folge behielt er eine körperliche Behinderung. Auf Wunsch seiner Mutter erzog ihn bis 1676 der Erste Minister und Oberpräsident Otto von Schwerin in Altlandsberg gemeinsam mit seinem älteren Bruder Karl Emil. Friedrich erhielt Unterricht in Religion, Geschichte und Geographie und lernte Französisch, Polnisch und Latein. Ab 1676 war Eberhard von Danckelmann mit seiner weiteren Ausbildung beauftragt.
Der Kurprinz Karl Emil verstarb 1674, Friedrich wurde zum Thronerben. Die Mutter, die er zeitlebens sehr verehrte, hatte er bereits 1667 verloren. Das Verhältnis zum Vater war gespannt. Der Kurfürst ließ seinen Nachfolger erst kurz vor seinem Tod an Sitzungen des Geheimen Rates teilnehmen.
Bereits als Kind hatte Friedrich eine Leidenschaft für Glanz und Prunk. Als Zehnjähriger stiftete er den Orden „de la générosité“.

#OnThisDay

Aus drei Ehen hatte der König zwei überlebende Kinder. Seine Tochter Luise Dorothea stammte aus der ersten Ehe mit Elisa...
11/07/2021

Aus drei Ehen hatte der König zwei überlebende Kinder. Seine Tochter Luise Dorothea stammte aus der ersten Ehe mit Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel. Bereits 1673 hatten sich Friedrich und Elisabeth heimlich verlobt. Sie kannten sich seit ihrer Kindheit. Die Ehe, die von Elisabeths Mutter, einer Schwester des großen Kurfürsten, gefördert wurde, war eine Liebesheirat. Luise Dorothea starb 1683 an den Pocken.
Im darauffolgenden Jahr heiratete Friedrich die Prinzessin Sophie Charlotte von Hannover. Aus dieser Ehe stammte der einzige Sohn Friedrich Wilhelm, der 1713 die Nachfolge antrat. Im Schloss Lietzenburg etablierte die hochgebildete Sophie Charlotte einen Musenhof. Die Ehe war aus politischen Gründen geschlossen worden und nicht glücklich. Sophie Charlotte starb am 1. Februar 1705 an einer Halsentzündung. Ihr Schloss benannte der Wittwer ihr zu Ehren in Charlottenberg um.
Da es aus der 1706 geschlossenen Ehe des Thronfolgers bis 1708 keinen Erben gab, heiratete Friedrich I. in diesem Jahr ein drittes Mal. Bei der Braut handelte es sich um die als „mecklenburgische Venus“ bezeichnete Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin. Die junge Königin war den Intrigen am Berliner Hof allerdings nicht gewachsen und entfremdete sich dem König durch Bekehrungsversuche zum lutherischen Glauben. Kurz vor seinem Tod geisterte sie nachts durch seine Gemächer und verletzte sich dabei an einer Glastür. Friedrich I. glaubte, die „weiße Frau“ vor sich zu haben und erschrak zu Tode. Sophie Luise wurde wenige Wochen vor dem Tod ihres Gemahls ins Havelland gebracht und von Friedrich Wilhelm I. zu ihren mecklenburgischen Verwandten zurückgeschickt. Die Ehe blieb kinderlos.
Friedrich I. starb am 25. Februar 1713 in Berlin.
Sein Nachfolger jagte zwar häufig im Grunewald, nutzte das Jagdschloss jedoch nicht um zu übernachten. Die Menagerie in Ruhleben wurde aufgelöst, die Steinböcke und Stachelschweine in die Umgebung entlassen. Für das Jahr 1714 ist eine Parforcejagd auf einen Steinbock nachweisbar.

#OnThisDay

Am 18. Januar 1701 krönte Kurfürst Friedrich III. sich in Königsberg zum König Friedrich I. in Preußen. Einen Tag zuvor ...
11/07/2021

Am 18. Januar 1701 krönte Kurfürst Friedrich III. sich in Königsberg zum König Friedrich I. in Preußen. Einen Tag zuvor hatte er den Schwarzen Adlerorden begründet, der wie der Hosenbandorden oder der Orden vom Goldenen Vlies ein Hausorden des regierenden Monarchen war.
Nach dem Sturz von Eberhard von Danckelmann, dem ehemaligen Erzieher Friedrichs, bestimmten bis 1710 Kasimir Kolbe von Wartenberg, August David zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein und Alexander Hermann von Wartensleben die preußisch-brandenburgische Politik. Das Drei-Grafen-Kabinett führte das Land durch Misswirtschaft und Korruption in eine schwere Krise, die durch eine Pestepidemie (1709-1711) und den Jahrtausendwinter 1708/09 noch verschlimmert wurde. Eine durch den Kronprinzen Friedrich Wilhelm initiierte Untersuchung deckte die Misswirtschaft und Unterschlagung der drei Grafen auf und war die Geburtsstunde der preußischen Fachbehörden.
Der König war vom Ausmaß der Betrügereien völlig überrascht.
Nach seiner Selbstkrönung in Königsberg ließ Friedrich I. das Berliner Schloss nach Plänen des Architekten Andreas Schlüter umbauen. Auch die Modernisierung des Jagdschlosses im Grunewald sollte die neu erworbene Würde abbilden.

#OnThisDay

Nach dem Herrschaftsantritt im Jahr 1688 unterstützte Friedrich III. die antifranzösische Koalition unter Wilhelm von Or...
11/07/2021

Nach dem Herrschaftsantritt im Jahr 1688 unterstützte Friedrich III. die antifranzösische Koalition unter Wilhelm von Oranien, mit dem er auch verwandt war. Zu Beginn des Pfälzischen Erbfolgekrieges war der brandenburgische Kurfürst eine der treibenden Kräfte im „Magdeburger Konzert“, eines Bündnisses der armierten Reichsstände. Das waren Kursachsen, der Herzog von Braunschweig-Calenberg und der Landgraf von Hessen-Kassel. Später schloss sich auch Kurbayern an. Die kaiserlichen Truppen waren noch im Krieg gegen die Osmanen gebunden und konnten in die Kämpfe gegen die französischen Truppen nicht eingreifen. Die auf der Reichskriegsverfassung beruhenden Bestimmungen ließen sich in der Praxis nicht umsetzen.
Dass er persönlich durchaus Mut hatte, bewies der Kurfürst bei der Belagerung von Bonn und Kaiserswerth (1689).
Sein Schwiegervater, Herzog Ernst August von Braunschweig-Calenberg erhielt 1692 vom Kaiser die neunte Kurfürstenwürde und nannte sich fortan Kurfürst von Hannover.
Seit 1696 verfolgte Friedrich III. den Plan, sich im Herzogtum Preußen zum König in Preußen zu krönen und damit nicht nur seinen Rang und sein Ansehen in der deutschen und europäischen Adelsgesellschaft zu erhöhen, sondern die königliche Würde auch zu nutzen, um das territorial zerrissene Herrschaftsgebiet zu einen. Nach geheimen Verhandlungen im Schloss Schönhausen sagte Kaiser Leopold I. im November 1700 die Anerkennung der Königswürde zu. Bedingung war, dass sich die Standeserhöhung nur auf das preußische Herzogtum bezog, das außerhalb des Heiligen Römischen Reiches lag. Friedrich III. zahlte außerdem erhebliche Summen an den Kaiser und die deutsche Geistlichkeit und verpflichtete sich zur Stellung von 8.000 Soldaten auf Habsburger Seite im Spanischen Erbfolgekrieg.

#OnThisDay

Als preußischer König ließ Friedrich I. ab 1705 das im 16. Jahrhundert erbaute Jagdhaus im Grunewald modernisieren. Die ...
11/07/2021

Als preußischer König ließ Friedrich I. ab 1705 das im 16. Jahrhundert erbaute Jagdhaus im Grunewald modernisieren. Die Bauleitung hatte der Architekt Martin Grünberg und nach dessen Tod Johann Heinrich Behr.
Im Zuge der Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen wurden die Zwerchhäuser und die Fenstergewände der Renaissance abgebrochen. Der gesamte Gebäudekomplex erhielt ein barockes Walmdach. Im Inneren wurden Stuckdecken eingezogen und Kamine gemauert, Fenster, Türen und Fußböden erneuert und teilweise die Raumaufteilung verändert. Die schönste barocke Decke befindet sich noch heute im ehemaligen Schlafzimmer des Königs im Erdgeschoss.
Am Grunewaldsee ließ der König drei Angelhäuschen errichten, von denen eines bis in das 19. Jahrhundert überdauerte. 1709 waren die Arbeiten mit der Zuschüttung des Wassergrabens und der Gestaltung des Schlosshofes abgeschlossen.
Bei Ruhleben ließ der Oberhofjägermeister von Hertefeld 1711 eine Menagerie anlegen, in der exotische Tiere gehalten wurden.

#OnThisDay

10/07/2021

Wer heute im Jagdschloss Grunewald auf dem Schlosshof H. D. Waldens Geschichte "Ein Stadtmensch im Wald" verfolgen wollte, wird leider enttäuscht. Der Autor Linus Reichlin hat wegen Krankheit abgesagt. 😔

Wer aber für den Sonntag Abend noch etwas Vergnügliches sucht: Das Galli Theater spielt "Ehejubel".Ab 18 Uhr auf dem Sch...
09/07/2021

Wer aber für den Sonntag Abend noch etwas Vergnügliches sucht: Das Galli Theater spielt "Ehejubel".
Ab 18 Uhr auf dem Schlosshof.
Wir wünschen viel Spaß.

Wer aber für den Sonntag Abend noch etwas Vergnügliches sucht: Das Galli Theater spielt "Ehejubel".
Ab 18 Uhr auf dem Schlosshof.
Wir wünschen viel Spaß.

Leider müssen wir die morgige Lesung aus Krankheitsgründen absagen.
09/07/2021

Leider müssen wir die morgige Lesung aus Krankheitsgründen absagen.

Leider müssen wir die morgige Lesung aus Krankheitsgründen absagen.

Am kommenden Samstag liest H. D. Walden im Schlosshof des Jagdschlosses über Erfahrungen eines Stadtmenschen im Wald.Wer...
06/07/2021

Am kommenden Samstag liest H. D. Walden im Schlosshof des Jagdschlosses über Erfahrungen eines Stadtmenschen im Wald.
Wer also noch überlegt wohin, den laden wir herzlich ein, am
10. Juli ab 18:00 dabei zu sein.

Herzogin Anna von Preußen war das älteste Kind von Herzog Albrecht Friedrich und Marie Eleonore von Jülich-Kleve-Berg. S...
03/07/2021

Herzogin Anna von Preußen war das älteste Kind von Herzog Albrecht Friedrich und Marie Eleonore von Jülich-Kleve-Berg. Sie wurde am 3. Juli 1576 in Königsberg geboren.
Da die beiden Söhne des Paares im Kindesalter verstarben, hatte eine Eheschließung mit den überlebenden fünf Töchtern auch erbrechtliche Konsequenzen. Die weiblichen Nachkommen des Hauses Jülich-Kleve-Berg waren in diesen Territorien erbberechtigt.
1594 wurde Herzogin Anna mit dem brandenburgischen Kurprinzen Johann Sigismund vermählt, der seinem Vater als Administrator im Herzogtum Preußen folgte und 1612 vom polnischen König die Mitbelehnung in Preußen erhielt.
Die Kurfürstin war eine energische, willensstarke und temperamentvolle Frau und ihrem Gemahl in politischen Entscheidungen überlegen. Als 1609 nach dem Tod des letzten Herzogs von Jülich-Kleve-Berg der lang erwartete Erbfall eintrat, verfolgte sie ihre Interessen mit Nachdruck. Sie verhandelte selbst mit dem pfälzischen Konkurrenten und schickte 1612 einen eigenen Gesandten zu Kaiser Matthias. Die Pläne zur Aufteilung des Territoriums an die erbberechtigten Parteien stammten von ihr.
Kurfürst Johann Sigismund war dagegen schwankend in seinen Entscheidungen und leicht zu beeinflussen, was das Verhältnis zwischen den Eheleuten belastete. Hatte der Fürst Anfälle von Trunksucht, konnte es vorkommen, dass Anna ihm Gläser an den Kopf warf.
In der Auseinandersetzung um das Erbe am Niederrhein gewann die kalvinistische Partei Einfluss auf den brandenburgischen Kurfürsten, den Kurprinzen und Markgraf Ernst, einen Bruder von Johann Sigismund, der als Statthalter in Düsseldorf fungierte. Johann Sigismund trat am Weihnachtstag 1613 im Berliner Dom zum calvinistischen Glauben über. Markgraf Ernst war bereits Pfingsten 1610 konvertiert. Der Kurprinz Georg Wilhelm vollzog diesen Schritt 1616, vor der Hochzeit mit Prinzessin Elisabeth Charlotte von der Pfalz.
Nach der Konversion ihres Gatten wurde Kurfürstin Anna zur Fürsprecherin der lutherischen Bevölkerung. Zum ersten Mal wich ein Fürst von der im Augsburger Religionsfrieden von 1530 festgelegten Formel „cuius regio eius religio“ ab. Die Brandenburger blieben lutherisch.
Auch nach dem Regierungsantritt ihres Sohnes im Januar 1620 betrieb Anna eigenständig Politik und untergrub so das Ansehen des jungen Kurfürsten. Ihre Tochter Marie Eleonore verheiratete die Kurfürstin-Witwe im November 1620 mit dem schwedischen König Gustav II. Adolf, ohne Georg Wilhelm auch nur zu informieren. Gustav II. Adolf hatte sich 1618 inkognito als Oberst Gars am Berliner Hof aufgehalten, um die Prinzessin in Augenschein zu nehmen. Kurfürstin Anna wollte die brandenburgischen Ansprüche auf Preußen weiter festigen und setzte sich bereits 1619 gegenüber ihrem Mann durch, der Heiratspläne mit dem polnischen Thronfolger Wladyslaw (IV.) Wasa favorisierte.
Anna starb am 30. August 1625 in Berlin und wurde im Berliner Dom bestattet.

#OnThisDay

Kardinal Albrecht von Brandenburg verließ seine Residenz Halle 1541. In fast allen Nachbarterritorien des Erzbistums Mag...
28/06/2021

Kardinal Albrecht von Brandenburg verließ seine Residenz Halle 1541. In fast allen Nachbarterritorien des Erzbistums Magdeburg hatte sich das evangelische Bekenntnis durchgesetzt. Hinzu kamen die immer drückenderen Schulden des Kardinals, der die Landstände im Erzbistum Magdeburg um zusätzliche Steuern bitten musste. Unmittelbar nachdem Albrecht die Stadt verlassen hatte, hielt Justus Jonas am Karfreitag 1541 die erste evangelische Predigt.
Seine Kunst- und Reliquiensammlungen ließ Kardinal Albrecht nach Mainz und Aschaffenburg überführen. Einige besonders wertvolle Reliquien hatte er vor seinem Weggang dem brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. verkauft.
Der nach Aschaffenburg gelangte Bilderschatz wurde im Markgräflerkrieg (1552) zum großen Teil vernichtet. Die erhaltenen Teile der Sammlung befinden sich heute in Aschaffenburg und München.
Von der Reliquiensammlung sind nur wenige Stücke erhalten geblieben. Wegen seiner Geldnot verkaufte Albrecht bereits zu Lebzeiten einzelne Stücke.

In die Geschichte eingegangen ist Kardinal Albrecht in erster Linie als der Gegenspieler Luthers sowie als typischer Vertreter der alten kirchlichen Hierarchie. Dazu trug auch die Tatsache bei, dass er zu keiner Zeit zölibatär lebte und seine Lebensgefährtinnen nicht versteckte. Martin Luther gab ihm 1525 den Rat, das geistliche Amt aufzugeben, zu heiraten und die Bistümer in weltliche Fürstentümer umzuwandeln.
Zumindest eine seiner Lebensgefährtinnen, Elisabeth Schütz von Holzhausen, auch Leys Schütz genannt, ließ der Kardinal immer wieder als Heilige darstellten. Er selbst stand ebenfalls für verschiedene Heilige Modell.
Mit Leys Schütz hatte Albrecht eine Tochter, Anna, die nach 1541 mit ihrem ersten Mann in Aschaffenburg lebte. Sie starb 1599 in Halle.
Nach dem Tode seiner ersten Lebensgefährtin lernte Albrecht die verwitwete Agnes Pless aus Frankfurt/Main kennen. Sie ging mit ihm nach Halle und wohnte dort in einem repräsentativen Haus mit dem Namen „Grüner Hof“ in der Nähe der Neuen Residenz. Als Kardinal Albrecht die Stadt verließ, verkaufte sie das Anwesen und erwarb in Aschaffenburg ebenfalls ein Haus. An Albrechts Sterbebett wurde sie verhaftet und ins Gefängnis geworfen, weil das Mainzer Domkapitel es auf ihr Vermögen abgesehen hatte.
Kardinal Albrecht von Brandenburg starb auf der Martinsburg in Mainz am 24. September 1545.

Foto: Lienhard Schulz, Marie-Lan Nguyen, Klugschnacker, FA2010, sailko, Lutz Hartmann, José Luiz B

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In seiner Hauptresidenz Halle ließ Kardinal Albrecht die Klosterkirche der Dominikaner ab 1520 im Stil der Renaissance u...
28/06/2021

In seiner Hauptresidenz Halle ließ Kardinal Albrecht die Klosterkirche der Dominikaner ab 1520 im Stil der Renaissance umbauen und 1523 weihen. Sie gehörte zum Neuen Stift, einer Gründung, die auf Ernst von Sachsen, Albrechts Vorgänger im Amt des Erzbischofs von Magdeburg, zurückging. In der neuen Kirche, die im Volksmund der „Dom“ genannt wurde, brachte Albrecht seine wachsende Sammlung von Reliquien unter, die 1520 in einem gedruckten und reich illustrierten „Vortzeichnus und zceigung des hochlobwirdigen heiligthumbs der Stifftkirchen der heiligen Sanct Moritz und Marien Magdalenen zu Halle“ publiziert wurde. 1520 und 1521 fanden auch sogenannte Weisungen statt, in denen die Reliquien dem Publikum präsentiert wurden. Allein der Besuch einer solchen Weisung garantierte Ablass von der im Fegefeuer zu verbringenden Zeit. Insgesamt versprach das Hallesche Heiltum einen Ablass von sagenhaften 39.245.120 Jahren und 220 Tagen. Nur die Reliquiensammlung des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen in der Wittenberger Schlosskirche konnte mit der Halleschen konkurrieren.
Mit Beginn der baulichen Umgestaltung der Klosterkirche erteilte Kardinal Albrecht der Werkstatt von Lukas Cranach d. Ä. einen Großauftrag. Für die neue Stiftskirche sollte sie achtzehn Passionsszenen, beginnend mit dem Einzug Jesu in Jerusalem bis zur Auferstehung sowie über 100 Heiligenbildnisse malen, insgesamt 142 Bilder. Der Cranach-Schüler Simon Franck und weitere Gehilfen der Werkstatt führten den Auftrag mit großer Wahrscheinlichkeit in den folgenden fünf Jahren in Halle aus. Es war der größte Einzelauftrag, der an die Wittenberger Werkstatt ging.
Südlich des Domes ließ Kardinal Albrecht in den Jahren von 1531 bis 1538 die Neue Residenz errichten. Sie diente als Wohnsitz des Erzbischofs und seines Hofes und war gleichzeitig Sitz der 1531 mit päpstlichem Privileg gegründeten Universität zu Halle. Bereits das 1520 errichtete Neue Stift war als die zentrale Bildungseinrichtung des Erzbistums Magdeburg gedacht und diente dem Kardinal als Instrument zur Umsetzung seiner reformatorischen Ansätze im Bereich der wissenschaftlichen Bildung und des Kultus. Ab 1538 entstand die Universitätsbibliothek, in der die Buchbestände des Neuen Stifts und die Bibliotheken der aufgelösten Halleschen Klöster zusammengeführt und weitere Bestände erworben wurden. Erster Kanzler der Universität war der Probst des Neuen Stifts Michael Vehe.
In der 68 Meter langen Galerie im Ostflügel der Neuen Residenz waren Albrechts wissenschaftliche Sammlungen untergebracht, die zu dieser Zeit ein großes Novum darstellten.
Die finanziellen Probleme des Landesherrn und der Sieg der Reformation verhinderten eine weitere Entwicklung dieser katholischen Gründung, die auch als Gegenspielerin der Wittenberger Universität zu verstehen ist. Zu einer zweiten Universitätsgründung in Halle kam es erst 1694 durch Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg.

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