Jagdschloss Grunewald

Jagdschloss Grunewald Erfahren Sie alle Neuigkeiten zur Ausstellungen und Veranstaltungen im und am Jagdschloss Grunewald, Berlins ältestem Schlossbau ! Willkommen auf der offiziellen Facebookseite des Jagdschlosses Grunewald, Berlins ältestem Schloss !
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Wir wollen Euch über Veranstaltungen, neue Ausstellungen Aktione und vieles mehr auf dem Laufenden halten. Außerdem könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen unseres Jagdschlosses werfen. Nach langen Jahrzehnten und Jahrhunderten als Jagdschloss wurde das Haus 1932 Kunstmuseum, und ist es bis heute geblieben. Kern der Ausstellung ist die Sammlung von etwa 30 Gemälden von Lucas Cranach dem Älteren und seinem gelichnamigen Sohn. Das Jagdschloss Grunewald ist Teil der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (www.spsg.de)

Wie gewohnt öffnen

Das Gemälde aus dem Umkreis der Werkstatt Lukas Cranach des Jüngeren zeigt die Weisen bei der Übergabe der mitgebrachten...
06/01/2021

Das Gemälde aus dem Umkreis der Werkstatt Lukas Cranach des Jüngeren zeigt die Weisen bei der Übergabe der mitgebrachten Geschenke.
In den Evangelien ist weder von drei Personen die Rede noch werden ihre Namen genannt. Erst seit dem 6. Jahrhundert ist von Caspar, Melchior und Balthasar die Rede. Caspar ist persisch für Schatzmeister und bedeutete im Frühäthiopischen das Innere einer Stadt. Daran erinnert im Arabischen das Wort „Kasbah“. Melchior bedeutet im Hebräischen König des Lichts und Balthasar ist die griechische Variante von Belsazar/ Bel-sarru—usur (Baal/Gott beschütze den König).
Erst im Mittelalter wird die Legende um die Könige ausgestaltet mit der Zuordnung von Königreichen in der damals bekannten Welt. In einem deutschen Mysterienspiel des 14. Jahrhunderts fungiert Melchior als König von Arabien (Asien), Balthasar als König von Saba (Afrika) und Caspar als König von Chaldäa (Europa). Mitunter wechseln die Zuschreibungen, meist ist Caspar der Vertreter Afrikas.
Ab dem 15. und 16. Jahrhundert wird Caspar in der Malerei als dunkelhäutige Person dargestellt. In antiken Darstellungen sind die drei Weisen verschiedenen Lebensaltern zugeordnet, Melchior dem Alter, Caspar der Jugend und Balthasar dem Mannesalter.
Heute ziehen in Deutschland vor allem in katholischen Regionen in der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar die Sternsinger. Drei von ihnen haben sich als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet. Der Brauch lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die Sternsinger schreiben an Türen oder Hausbalken eine Segensbitte. Das „C+M+B“ wurde volkstümlich als Caspar+ Melchior+ Bathasar“ aufgelöst. Spätestens seit den 50er Jahren des 20. Jahrhundert hat sich die Deutung „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) eingebürgert. Bei einer Schreibung des Kaspar mit K wird die Abkürzung mit Kyrios (Herr) aufgelöst.

Foto: nina-no, Papiermond

#OnThisDay

Ursprünglich waren es keine Könige, die dem Stern von Bethlehem folgten. Matthäus und Lukas berichten von Sterndeutern/M...
06/01/2021

Ursprünglich waren es keine Könige, die dem Stern von Bethlehem folgten. Matthäus und Lukas berichten von Sterndeutern/Magiern/Weisen, die aus dem Osten nach Jerusalem kamen und nach dem neugeborenen König der Juden fragten. Ein Stern führte sie dann weiter nach Bethlehem bis zur Unterkunft von Maria und Josef und ihrem Sohn. Nachdem sie das Kind angebetet hatten, überreichten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Das Kostbarste, was sich die Menschen zur Zeit Jesu vorstellen konnten, war Gold. Myrrhe spielt ein der Antike als medizinisches und kosmetisches Mittel eine Rolle. Es handelt sich um den Saft des Myrrhebaums, der in Südarabien, Äthiopien und Somalia wächst. Auf Grund des bitteren Geschmacks erhielt die Myrrhe ihren Namen. Die Ägypter verwandten Myrrhe während des Balsamierungsprozesses. Sie spielte auch bei kultischen Salbölen eine Rolle. In der Medizin wurde Myrrhe auf Grund der desinfizierenden und krampflösenden Wirkung eingesetzt. Man verwandte sie aber auch als Aphrodisiakum. In der christlichen Deutung steht die Myrrhe in Verbindung mit dem weiteren Schicksal Jesu und verweist auf seine menschliche Natur. Der Weihrauch schließlich ist ebenfalls ein Baumharz, das wie die Myrrhe im südlichen Arabien sowie in einigen ostafrikanischen Ländern gewonnen wird. Er war in der Antike als aromatisches und desinfizierendes Räuchermittel beliebt und fand wie auch die Myrrhe bei der Mumifizierung Verwendung. Im liturgischen Bereich war Weihrauch in vielen Kulten verbreitet, so z. B. im Tempelkult der Israeliten. Da die Römer Weihrauch im Rahmen des Kaiserkultes verbrannten, lehnten die frühen Christen seine Verwendung ab. Das änderte sich erst seit dem 4. Jahrhundert. Nach christlicher Auffassung ist Weihrauch ein Symbol für das Gebet und die Verehrung Gottes. Er ist ein Zeichen für die Gegenwart Gottes während des Gottesdienstes. In der evangelischen Kirche kam die Verwendung von Weihrauch während des 19. Jahrhunderts ganz außer Gebrauch. Die reformierten Kirchen hatten ihn wie auch allen bildlichen Schmuck von Anfang an ganz abgelehnt.

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Am 3. Januar 1571 verstarb Kurfürst Joachim II. auf seinem Jagdschloss in Köpenick.  Da sein Tod überraschend erfolgte, ...
03/01/2021

Am 3. Januar 1571 verstarb Kurfürst Joachim II. auf seinem Jagdschloss in Köpenick. Da sein Tod überraschend erfolgte, vermutete man einen Giftanschlag. Kurfürst Johann Georg stand als Erbe vor einem Schuldenberg von 2,5 Millionen Gulden, damals eine unvorstellbar hohe Summe.
Am Abend vor seinem Tod hatte Joachim seinen Gästen noch Portugalöser geschenkt, die er aus einer Goldkette prägen ließ. Dies waren Nachahmungen der portugiesischen Goldmünze Portuguez, die ab 1553 vor allem in Hamburg geprägt wurden und in Norddeutschland und im Ostseeraum verbreitet waren.
Johann Georg suchte nach dem Tod seines Vaters einen Schuldigen für die Misere und fand ihn in Gestalt des kurfürstlichen Münzmeisters und Hoffaktoren Lippold.
Lippold ben Chluchim stammte aus Prag und kam um 1542 nach Berlin. Nachdem der erste Hoffaktor (Hofjude) Michael von Derenburg im Jahr 1549 tödlich verunglückt war, machte Joachim II. Lippold 1556 zu seinem neuen Hoffaktor und übertrug ihm 1567 auch die Münzprägung. Die Münze verlegte der Mümzmeister in die Poststraße 4 im heutigen Nikolaiviertel.
Wie bereits sein Vorgänger sollte Lippold dem verschwenderisch lebenden Joachim die nötigen Geldmittel verschaffen. Als Landesherr schreckte Joachim auch vor einer Verschlechterung der brandenburgischen Währung nicht zurück. Als diese Münzen auf Grund ihres geringen Edelmetallwertes nicht mehr akzeptiert wurden, verbot er die Verwendung von fremden Währungen bzw. Edelmetall als Zahlungsmittel. Selbst der Besitz von Gold und Silber wurde auf kurfürstlichen Befehl hin verboten. Lippold ließ Haussuchungen bei christlichen und jüdischen Kaufleuten vornehmen und in den Häusern gefundenes Edelmetall einziehen.
Als Hoffaktor war er ein enger Vertrauter des Landesherrn und stand bis zu dessen Tod in der Gunst Joachims II. An der katastrophalen finanziellen Lage des Kurfürsten konnte er jedoch nichts ändern und hatte sich durch die Ausführung der kurfürstlichen Befehle Feinde gemacht.
Nachdem ihm keine Unterschlagungen nachgewiesen werden konnten, beschuldigten die Ankläger Lippold schließlich der Zauberei. Die Gewissheit der Folter vor Augen, gestand er alles, was er sich unter Zauberei vorstellen konnte. Am 28. Januar 1573 wurde Lippold ben Chluchim auf grausamste Weise auf dem Neuen Markt in Berlin hingerichtet.
Eine weitere Beschuldigte war die Geliebte des Kurfürsten Anna Sydow, die auch als schöne Gießerin bekannt war. Sie hatte ab den 1550er Jahren mit dem Kurfürsten gelebt und durfte das Jagdschloss Grunewald nutzen. Von ihren gemeinsamen Kindern überlebte die Tochter Magdalene. Obwohl Johann Georg dem Vater mehrmals mündlich und schriftlich versprochen hatte, Anna Sydow nach seinem Tod zu schützen, ließ er die schöne Gießerin in der Zitadelle Spandau einsperren. Dort verstarb sie 1575. Acht Tage vor seinem Tod soll sie Johann Georg als weiße Frau erschienen sein. Das war am 1. Januar 1598.
Sowohl Lippold ben Chluchim als auch Anna Sydow fielen einem Justizverbrechen zum Opfer.
Im 18. Jahrhundert wies Wilhelm Moehsen an Hand der Aufzeichnungen des kurfürstlichen Leibarztes Paul Luther nach, dass der plötzliche Tod Joachims II. die Folge einer Fußinfektion (Ausfluss) in Kombination mit einer Erkältung war.

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Im Jahr 153 v. Z. entschieden sich die Römer, den Beginn des neuen Amtsjahres vom 1. März auf den 1. Januar zu verlegen....
01/01/2021

Im Jahr 153 v. Z. entschieden sich die Römer, den Beginn des neuen Amtsjahres vom 1. März auf den 1. Januar zu verlegen. Die Magistrate, Träger der höchsten Ämter in der Republik, traten ihr Amt an diesem Tag an. Bis zu Einführung des Julianischen Kalenders durch Gaius Julius Caesar im Jahr 45 v. Z. begann das normale Kalenderjahr weiter am 1. März.
In Deutschland setzte sich der Termin am 1. Januar im 16. Jahrhundert durch.
1691 setzte Papst Innozenz XII. den 1. Januar verbindlich als Jahresbeginn fest. Davor hatte in manchen Regionen der 6. Januar als Neujahrstag gegolten. Noch heute wird im süddeutschen und alpinen Raum, aber auch im Sächsisch-Thüringischen am 6. Januar Hochneujahr gefeiert.

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Am 1. Januar, dem Oktavtag von Weihnachten, wird in verschiedenen christlichen Kirchen das Fest der Beschneidung des Her...
01/01/2021

Am 1. Januar, dem Oktavtag von Weihnachten, wird in verschiedenen christlichen Kirchen das Fest der Beschneidung des Herrn begangen.
Jesus wurde nach der jüdischen Tradition am achten Tag nach seiner Geburt beschnitten.
In Spanien und Gallien entwickelte sich ein Fest zu Ehren dieses Tages ab dem 6. Jahrhundert. Die römische Kirche übernahm das Fest ab dem 12./13. Jahrhundert und beging es bis zur Reform des liturgischen Jahres 1969.
Die römisch-katholische Kirche begeht den Tag heute als Oktavtag von Weihnachten und Hochfest der Gottesmutter Maria.
Die anglikanische, altkatholische und evangelische Kirche feiern am 1. Januar im Gottesdienst die Namengebung Jesu im Zusammenhang mit dem früheren Fest der Beschneidung des Herrn.
Die orthodoxen Kirchen begehen an diesem Tag weiterhin das Fest der Beschneidung des Herrn.

Foto: Andreas Praefcke

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Prinzessin Anna wurde am 1. Januar 1507 als älteste Tochter des Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg in Berlin geboren....
01/01/2021

Prinzessin Anna wurde am 1. Januar 1507 als älteste Tochter des Kurfürsten Joachim I. von Brandenburg in Berlin geboren. Ihre Mutter war Elisabeth von Dänemark.
Am 17. Januar 1524 vermählte sie sich mit dem Herzog Albrecht VII. zu Mecklenburg. Als Mitgift erhielt Prinzessin Anna 20.000 Gulden, für die ihr die Stadt und das Amt Lübz und das Amt Crivitz als Leibgedinge überschrieben wurden. Sechs Kinder ihrer Ehe erreichten das Erwachsenenalter. Besondere Zuneigung entwickelte sie für die beiden jüngsten Söhne.
Ihr Mann Herzog Albrecht VII. regierte seit 1520 im Landesteil Mecklenburg-Güstrow. Sein älterer Bruder Herzog Heinrich V. hatte im Neubrandenburger Hausvertrag das Teilherzogtum Mecklenburg-Schwerin erhalten.
Anders als dieser wandte sich Herzog Albrecht gegen die Reformation, letztlich erfolglos. Diese hatte ab 1523 in Mecklenburg Einzug gehalten, zuerst in Rostock und Wismar. Herzog Heinrich V. förderte die neue Lehre vorsichtig und stand ab 1524 im Briefwechsel mit Martin Luther. 1532 bekannte er sich offiziell zum evangelischen Glauben und ließ 1537 eine neue Kirchenordnung ausarbeiten. Dem Schmalkaldischen Bund trat er nicht bei, genehmigte aber den Beschluss der mecklenburgischen Stände, die Reformation in allen Landesteilen einzuführen. Das war 1549, zwei Jahre nach dem Tod seines Bruders.
Herzogin Anna wird als unglücklich und verbittert beschrieben. Sie kehrte zum katholischen Glauben zurück und lebte nach dem Tod ihres Mannes auf der Eldenburg im Amt Lübz. Dieser Landesteil hatte die Reformation als einziger nicht eingeführt. Ihr Sohn, der regierende Herzog Johann Albrecht, ließ dennoch 1559 die katholischen Priester und Mönche vertreiben.
Die Herzogin starb am 19. Juni 1567 in Lübz. Entgegen ihrem Testament, das ein Begräbnis in der dortigen Stadtkirche vorsah, ließ Johann Albrecht sie im evangelischen Dom zu Schwerin bestatten.

Foto: Amt Lübz, Ch.Pagenkopf

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Der letzte Tag im alten Jahr ist nach dem Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche der Gedenktag des Heiligen Si...
31/12/2020

Der letzte Tag im alten Jahr ist nach dem Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche der Gedenktag des Heiligen Silvester. Silvester starb am 31. Dezember 335 in Rom und war seit 314 Papst. Den Kaiser Konstantin, der ab 312 das Christentum begünstigte, soll er vom Aussatz geheilt und getauft haben. Wann Konstantin zum Christentum übertrat, ist allerdings unklar. Silvester I. war der erste Papst, der nicht das Martyrium erlitt. Er wurde 813 in den Heiligenkalender aufgenommen und gilt als Schutzpatron der Haustiere und wird um eine gute Ernte und ein gutes Neues Jahr gebeten.
1582 wurde mit der Gregorianischen Kalenderreform der 24. Dezember als letzter Tag des Jahres auf den 31. Dezember verlegt, den Todestag und Gedenktag von Papst Silvester I. Seitdem trägt das Jahresende diesen Namen. Teilweise heißt er auch Altjahrsabend oder Altjahrstag, als Gegenstück zum Neujahrstag.
Gefeiert wurde das Ende des Jahres bereits bei den Römern. Seit 153 v. Z. war der 1. Januar der Beginn des neuen (römischen) Jahres. Zuvor fiel der Beginn auf den 1. März.
In Deutschland gehören zu Silvester Sekt, Böller und Feuerwerk. Der Krach und das Feuer sollen „böse Geister“ vertreiben und gehörten ursprünglich einer animistischen Vorstellungswelt an. Und wer kennt nicht das Blei- oder Zinngießen.
Im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden können einem am 31. Dezember bzw. am 13. Januar, dem sogenannten Alten Silvester, die Silvesterchläuse begegnen. Es gibt drei Arten von Chläusen, die Wüeschte, die Schöne und die Schöwüeschte. Sie kommen fast immer in Gruppen.
In Berlin startet am 1. Januar der traditionelle Neujahrslauf. An anderen Orten gibt es Läufe schon zu Silvester. Der größte in Deutschland führt von Werl nach Soest.
In diesem Jahr wird es allerdings etwas ruhiger zugehen. Wir wünschen dennoch allen einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021. Wir freuen uns auf viele Besucher und schönes Veranstaltungen und dass die Pandemie uns alle im kommenden Jahr nicht mehr so aus der Bahn wirft wie in diesem.

Foto: Schesmax, Grosty, Nofnof, Ruben Wisniewski

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Das Fest der unschuldigen Kinder ist in den Kirchen ein Gedenktag für die auf Befehl des Königs Herodes in Bethlehem get...
28/12/2020

Das Fest der unschuldigen Kinder ist in den Kirchen ein Gedenktag für die auf Befehl des Königs Herodes in Bethlehem getöteten Knaben. Es wird in der katholischen und evangelischen Kirche am 28. Dezember, in der orthodoxen am 29. Dezember begangen.

Der Festtag ist seit dem frühen 6. Jahrhundert nachzuweisen. Auf dem 6. Ökumenischen Konzil, das von 680 bis 681 in Konstantinopel stattfand, war das Fest verboten, weil es mit einem Narrenfest verbunden wurde. Trotz des Verbotes erfreute sich dieses Brauchtum jedoch weiter großer Beliebtheit. Die Narrenfeste hatten ihre Wurzeln u. a. in den römischen Saturnalien. Teilnehmer trugen Tierkostüme. Die gesellschaftliche Ordnung wurde auf den Kopf gestellt.
In den Klosterschulen des Mittelalters wurde der Jüngste am 28. Dezember auf den Stuhl des Abtes gesetzt. Seit dem 13. Jahrhundert verschob sich der Termin des Festes auf den 6. Dezember. Die Kinder erhielten an diesem Tag Geschenke. Eine Bescherung an Heiligabend oder am ersten Weihnachtstag gab es noch nicht.
Mit der Reformation endete die Tradition. In den katholischen Gegenden Deutschlands bestand sie bis in das 18. Jahrhundert. Heute gibt es noch in Teilen Österreichs den Brauch, dass Kinder Erwachsene mit Ruten schlagen dürfen und dabei ein glückliches und gesundes Neues Jahr wünschen.
In Spanien und Lateinamerika ist der 28. Dezember ein Tag, an dem andere Menschen gefoppt werden, was hierzulande am 1. April geschieht.
Vom Bethlehemitischen Kindermord berichtet einzig das Matthäus-Evangelium, das aus dem späten 1. Jahrhundert stammt. Es erzählt, dass in der Zeit, als Jesus geboren wurde, Sterndeuter zu König Herodes kamen und ihn nach dem neugeborenen jüdischen König fragten.
Die Hohepriester und Schriftgelehrten berichteten Herodes, dass Bethlehem der Ort sei, an dem dieses Kind nach den Schriften geboren werde- Daraufhin schickte Herodes die Sterndeuter nach Bethlehem mit der Aufgabe, nach dem Kind zu forschen und ihm dann Bericht zu erstatten. Sie fanden das Kind und seine Eltern und huldigten ihm. Als sie träumten, nicht zu König Herodes zurück zu gehen, machten sie sich auf in ihr Heimatland. Josef träumte ebenfalls. Ihm erschien ein Engel und befahl ihm, mit Maria und dem Kind nach Ägypten zu fliehen.
Herodes ließ in Bethlehem und Umgebung alle männlichen Kinder im Alter von zwei Jahren töten.
In der jüdischen Überlieferung galt Bethlehem als die Stadt Davids und sein Nachkomme als derjenige, der den Thron auf ewig erben werde. Herodes stammte aus einer idumäischen Familie. Seine Mutter war Nabatäerin. Die Idumäer waren im 2. Jahrhundert nach der Eroberung ihres Territoriums durch Johannes Hyrkanos I. zur Konversion gezwungen worden. Obwohl Herodes streng nach den jüdischen Vorschriften lebte, war ihm immer wieder vorgeworfen worden, kein Jude zu sein und deshalb kein Recht auf den Thron zu haben. Er regierte als römischer Klientelkönig.
Insofern hätte die Nachricht von der Geburt eines davidischen Erben in jüdisch-messianischen Kreisen Unruhe auslösen und dem regierenden Herodes gefährlich werden können.
In der zeitgenössischen Geschichtsschreibung wie z. B. in den „Jüdischen Altertümern“ von Flavius Josephus wird das Ereignis nicht erwähnt. Da die erste römische Volkszählung, zu der sich die Eltern von Jesus nach Bethlehem begaben, erst ein Jahrzehnt nach dem Tod des Herodes stattfand, halten die meisten Historiker die Geschichte für eine mythische Überlieferung.
Die Geschichte aus dem Matthäus-Evangelium wurde ab der Mitte des 4. Jahrhudnerts in Schriften und Predigten erwähnt. Eine der frühesten bildlichen Darstellungen stammt aus dem Codex Egberti aus dem 10. Jahrhundert, der sich heute in Trier befindet.

Foto: Mattana, MM, Bernardes Ribeiro

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Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben…Das dichtete 1835 August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Ged...
23/12/2020

Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinen Gaben…
Das dichtete 1835 August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Gedruckt erschien das Gedicht im Deutschen Muselalmanach zwei Jahre später.
Der Weihnachtsmann ist mit der Tradition des Heiligen Nikolaus verbunden, nimmt aber auch andere Legenden und Bräuche auf. In seiner uns heute bekannten Form geht er zurück auf eine Zeichnung von Thomas Nast, der 1846 mit seiner Mutter und Schwester nach Amerika auswanderte. Die Familie Nast stammte aus der Pfalz, so dass in seine Darstellung die Figur des Pelznickels oder Pelzmärtels einging. Pelzen bedeutete im Westmitteldeutschen prügeln. Nickel und Märtel sind Verkleinerungsformen von Nikolaus und Martin. Da infolge der Reformation die Verehrung von Heiligen abgeschafft war, brachte Pelznickel oder Pelzmärtel nun auch die Geschenke. Vorher hatte er ähnlich wie Knecht Ruprecht oder der Krampus die Rolle des Bösen und war nur mit einer Rute ausgestattet. Zugleich flossen in die Darstellung von Thomas Nast auch Sinterklaas ein, denn seine Heimatstadt New York war ursprünglich eine niederländische Niederlassung gewesen.
Die Vorstellung vom Santa Claus im Rentierschlitten geht auf ein Gedicht zurück, das 1823 in Amerika erschienen ist. Der berühmte Rudolf ist erst seit 1939 dabei.
Mit der Kampagne von Coca Cola im Jahr 1931 trat der nunmehr von Haddon Sundblom gezeichnete Santa Claus seinen Siegeszug um die Welt an. Bis 1964 zeichnete Sundblom jedes Jahr für die Werbung von Coca Cola und prägte so nachhaltig das Erscheinungsbild des heutigen Weihnachtsmanns.
Die Kinder können dem Weihnachtsmann auch schreiben. Jedes Jahr sind die Weihnachtspostämter in Himmelpfort bei Fürstenberg/Havel und Himmelpforten bei Stade geöffnet. Die Briefe gehen auch in Orte wie Himmelsthür und Engelskirchen, Himmelreich und Himmelstadt - um in Deutschland zu bleiben. In Finnland soll der Weihnachtsmann sein Zuhause im Berg Korvatunturi im finnischen Teil Lapplands haben. Sein zweiter Wohnsitz liegt in Rovaniemi, wo seit 1985 das ganze Jahr über der (finnische) Weihnachtsmann mit seinen Wichteln besucht werden kann.

Foto: Jonathan Meath, kanschwar, Godewind

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