Jagdschloss Grunewald

Jagdschloss Grunewald Erfahren Sie alle Neuigkeiten zur Ausstellungen und Veranstaltungen im und am Jagdschloss Grunewald, Berlins ältestem Schlossbau !
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Willkommen auf der offiziellen Facebookseite des Jagdschlosses Grunewald, Berlins ältestem Schloss ! Wir wollen Euch über Veranstaltungen, neue Ausstellungen Aktione und vieles mehr auf dem Laufenden halten. Außerdem könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen unseres Jagdschlosses werfen. Nach langen Jahrzehnten und Jahrhunderten als Jagdschloss wurde das Haus 1932 Kunstmuseum, und ist es bis heute geblieben. Kern der Ausstellung ist die Sammlung von etwa 30 Gemälden von Lucas Cranach dem Älteren und seinem gelichnamigen Sohn. Das Jagdschloss Grunewald ist Teil der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (www.spsg.de)

Immer wieder gern kommen die Schwäne und holen sich ihr Futter ab. Noch immer sind sie zu siebent.Die Enten haben inzwis...
15/01/2020

Immer wieder gern kommen die Schwäne und holen sich ihr Futter ab. Noch immer sind sie zu siebent.
Die Enten haben inzwischen auch mitbekommen, was es da Leckeres gibt und trauen sich manchmal ...
Und auch wir stehen immer wieder gern am Ufer des Grunewaldsees und machen Fotos. 😉

Heute morgen grüßte ein Regenbogen.🙂
14/01/2020

Heute morgen grüßte ein Regenbogen.
🙂

Der jüngere Bruder Joachims II., Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin, verstarb 10 Tage nach ihm, am 13. Januar 1571,...
13/01/2020

Der jüngere Bruder Joachims II., Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin, verstarb 10 Tage nach ihm, am 13. Januar 1571, in Küstrin.
Nach dem Tod ihres Vaters hatte Markgraf Johann die Neumark mit Dramburg und Schivelbein, das Herzogtum Crossen mit Züllichau und Sommerfeld, das Land Sternberg und die Herrschaft Cottbus und Peitz als eigenständiges Territorium erhalten. Seine Residenz nahm er in Küstrin, das er großzügig ausbauen ließ. Anders als sein kurfürstlicher Bruder bekannte er sich bereits bei Regierungsantritt 1535 zum evangelischen Glauben.
Markgraf Johann war ein begabter Ökonom und hinterließ bei seinem Tode ein Vermögen von einer halben Million Gulden.
Da er aus seiner Ehe mit Katharina von Braunschweig nur zwei Töchter hatte, fiel die Markgrafschaft nach 1571 wieder an die Verwandten in Berlin.

Ursprünglich waren es keine Könige, die dem Stern von Bethlehem folgten. Matthäus und Lukas berichten von Sterndeutern/M...
06/01/2020

Ursprünglich waren es keine Könige, die dem Stern von Bethlehem folgten. Matthäus und Lukas berichten von Sterndeutern/Magiern/Weisen, die aus dem Osten nach Jerusalem kamen und nach dem neugeborenen König der Juden fragten. Ein Stern führte sie dann weiter nach Bethlehem bis zur Unterkunft von Maria und Josef und ihrem Sohn. Nachdem sie das Kind angebetet hatten, überreichten sie Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Das Kostbarste, was sich die Menschen zur Zeit Jesu vorstellen konnten, war Gold. Myrrhe spielt ein der Antike als medizinisches und kosmetisches Mittel eine Rolle. Es handelt sich um den Saft des Myrrhebaums, der in Südarabien, Äthiopien und Somalia Somalia wächst. Auf Grund des bitteren Geschmacks erhielt die Myrrhe ihren Namen. Die Ägypter verwandten Myrrhe während des Balsamierungsprozesses. Sie spielte auch bei kultischen Salbölen eine Rolle. In der Medizin wurde Myrrhe auf Grund der desinfizierenden und krampflösenden Wirkung eingesetzt. Man verwandte sie aber auch als Aphrodisiakum. In der christlichen Deutung steht die Myrrhe in Verbindung mit dem weiteren Schicksal Jesu und verweist auf seine menschliche Natur. Der Weihrauch schließlich ist ebenfalls ein Baumharz, das wie die Myrrhe im südlichen Arabien sowie in einigen ostafrikanischen Ländern gewonnen wird. Er war in der Antike als aromatisches und desinfizierendes Räuchermittel beliebt und fand wie auch die Myrrhe bei der Mumifizierung Verwendung. Im liturgischen Bereich war Weihrauch in vielen Kulten verbreitet, so z. B. im Tempelkult der Israeliten. Da die Römer Weihrauch im Rahmen des Kaiserkultes verbrannten, lehnten die frühen Christen seine Verwendung ab. Das änderte sich erst seit dem 4. Jahrhundert. Nach christlicher Auffassung ist Weihrauch ein Symbol für das Gebet und die Verehrung Gottes. Er ist ein Zeichen für die Gegenwart Gottes während des Gottesdienstes. In der evangelischen Kirche kam die Verwendung von Weihrauch während des 19. Jahrhunderts ganz außer Gebrauch. Die reformierten Kirchen hatten ihn wie auch allen bildlichen Schmuck von Anfang an ganz abgelehnt.

Das Gemälde aus dem Umkreis der Werkstatt Lukas Cranach des Jüngeren zeigt die Weisen bei der Übergabe der mitgebrachten...
06/01/2020

Das Gemälde aus dem Umkreis der Werkstatt Lukas Cranach des Jüngeren zeigt die Weisen bei der Übergabe der mitgebrachten Geschenke.
In den Evangelien ist weder von drei Personen die Rede noch werden ihre Namen genannt. Erst seit dem 6. Jahrhundert ist von Caspar, Melchior und Balthasar die Rede. Caspar ist persisch für Schatzmeister und bedeutete im Frühäthiopischen das Innere einer Stadt. Daran erinnert im Arabischen das Wort „Kasbah“. Melchior bedeutet im Hebräischen König des Lichts und Balthasar ist die griechische Variante von Belsazar/ Bel-sarru—usur (Baal/Gott beschütze den König).
Erst im Mittelalter wird die Legende um die Könige ausgestaltet mit der Zuordnung von Königreichen in der damals bekannten Welt. In einem deutschen Mysterienspiel des 14. Jahrhunderts fungiert Melchior als König von Arabien (Asien), Balthasar als König von Saba (Afrika) und Caspar als König von Chaldäa (Europa). Mitunter wechseln die Zuschreibungen, meist ist Caspar der Vertreter Afrikas.
Ab dem 15. und 16. Jahrhundert wird Caspar in der Malerei als dunkelhäutige Person dargestellt. In antiken Darstellungen sind die drei Weisen verschiedenen Lebensaltern zugeordnet, Melchior dem Alter, Caspar der Jugend und Balthasar dem Mannesalter.
Heute ziehen in Deutschland vor allem in katholischen Regionen in der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar die Sternsinger. Drei von ihnen haben sich als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet. Der Brauch lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen.
Die Sternsinger schreiben an Türen oder Hausbalken eine Segensbitte. Das „C+M+B“ wurde volkstümlich als Caspar+ Melchior+ Bathasar“ aufgelöst. Spätestens seit den 50er Jahren des 20. Jahrhundert hat sich die Deutung „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus) eingebürgert. Bei einer Schreibung des Kaspar mit K wird die Abkürzung mit Kyrios (Herr) aufgelöst.

Foto: Papiermond

Am 3. Januar 1571 verstarb Kurfürst Joachim II. auf seinem Jagdschloss in Köpenick.  Da sein Tod überraschend erfolgte, ...
03/01/2020

Am 3. Januar 1571 verstarb Kurfürst Joachim II. auf seinem Jagdschloss in Köpenick. Da sein Tod überraschend erfolgte, vermutete man einen Giftanschlag. Der Nachfolger Johann Georg stand als Erbe vor einem Schuldenberg von 2,5 Millionen Gulden, damals eine unvorstellbar hohe Summe.
Am Abend vor seinem Tod hatte Joachim seinen Gästen noch Portugalöser geschenkt, die er aus einer Goldkette prägen ließ. Dies waren Nachahmungen der portugiesischen Goldmünze Portuguez, die ab 1553 vor allem in Hamburg geprägt wurden und in Norddeutschland und im Ostseeraum verbreitet waren.
Johann Georg suchte nach dem Tod seines Vaters einen Schuldigen für die Misere und fand ihn in Gestalt des kurfürstlichen Münzmeisters und Hoffaktoren Lippold.
Lippold ben Chluchim stammte aus Prag und kam um 1542 nach Berlin. Nachdem der erste Hoffaktor (Hofjude) Michael von Derenburg im Jahr 1549 tödlich verunglückt war, machte Joachim II. Lippold 1556 zu seinem neuen Hoffaktor und übertrug ihm 1567 auch die Münzprägung. Die Münze verlegte Lippold in die Poststraße 4 im heutigen Nikolaiviertel.
Wie bereits sein Vorgänger sollte Lippold dem verschwenderisch lebenden Joachim die nötigen Geldmittel verschaffen. Als Landesherr schreckte Joachim auch vor einer Verschlechterung der brandenburgischen Währung nicht zurück. Als diese Münzen auf Grund ihres geringen Edelmetallwertes nicht mehr akzeptiert wurden, verbot er die Verwendung von fremden Währungen bzw. Edelmetall als Zahlungsmittel. Selbst der Besitz von Gold und Silber wurde auf kurfürstlichen Befehl hin verboten. Lippold ließ Haussuchungen bei christlichen und jüdischen Kaufleuten vornehmen und in den Häusern gefundenes Edelmetall einziehen.
Als Hoffaktor war er ein enger Vertrauter des Landesherrn und stand bis zu dessen Tod in der Gunst Joachims II. An der katastrophalen finanziellen Lage des Kurfürsten konnte er jedoch nichts ändern und hatte sich durch die Ausführung der kurfürstlichen Befehle Feinde gemacht.
Nachdem ihm keine Unterschlagungen nachgewiesen werden konnten, beschuldigten die Ankläger Lippold schließlich der Zauberei. Die Gewissheit der Folter vor Augen, gestand er alles, was er sich unter Zauberei vorstellen konnte. Am 28. Januar 1573wurde Lippold ben Chluchim auf grausamste Weise auf dem Neuen Markt in Berlin hingerichtet.
Eine weitere Beschuldigte war die Geliebte des Kurfürsten Anna Sydow, die auch als schöne Gießerin bekannt war. Sie hatte ab den 1550er Jahren mit dem Kurfürsten gelebt und durfte das Jagdschloss Grunewald nutzen. Von ihren gemeinsamen Kindern überlebte die Tochter Magdalene. Obwohl Johann Georg dem Vater mehrmals mündlich und schriftlich versprochen hatte, Anna Sydow nach seinem Tod zu schützen, ließ er die schöne Gießerin in der Zitadelle Spandau einsperren. Dort verstarb sie 1575. Acht Tage vor seinem Tod soll sie Johann Georg als weiße Frau erschienen sein. Das war am 1. Januar 1598.
Sowohl Lippold ben Chluchim als auch Anna Sydow fielen einem Justizverbrechen zum Opfer.
Im 18. Jahrhundert wies Wilhelm Moehsen an Hand der Aufzeichnungen von Paul Luther, kurfürstlicher Leibarzt seit 1567, nach, dass der plötzliche Tod Joachims II. die Folge einer Fußinfektion (Ausfluss) in Kombination mit einer Erkältung war.

Am 1. Januar, dem Oktavtag von Weihnachten, wird in verschiedenen christlichen Kirchen das Fest der Beschneidung des Her...
01/01/2020

Am 1. Januar, dem Oktavtag von Weihnachten, wird in verschiedenen christlichen Kirchen das Fest der Beschneidung des Herrn begangen.
Jesus wurde nach der jüdischen Tradition am achten Tag nach seiner Geburt beschnitten.
In Spanien und Gallien entwickelte sich ein Fest zu Ehren dieses Tages ab dem 6. Jahrhundert. Die römische Kirche übernahm das Fest ab dem 12./13. Jahrhundert und beging es bis zur Reform des liturgischen Jahres 1969.
Heute begeht die römisch-katholische Kirche den Tag heute als Oktavtag von Weihnachten und Hochfest der Gottesmutter Maria.
Die anglikanische, altkatholische und evangelische Kirche feiern am 1. Januar im Gottesdienst die Namengebung Jesu im Zusammenhang mit dem früheren Fest der Beschneidung des Herrn.
Die orthodoxen Kirchen begehen an diesem Tag weiterhin das Fest der Beschneidung des Herrn.

Foto: Andreas Praefcke

Im Jahr 153 v. Z. entschieden sich die Römer, den Beginn des neuen Amtsjahres vom 1. März auf den 1. Januar zu verlegen....
01/01/2020

Im Jahr 153 v. Z. entschieden sich die Römer, den Beginn des neuen Amtsjahres vom 1. März auf den 1. Januar zu verlegen. Die Magistrate, Träger der höchsten Ämter in der Republik, traten ihr Amt an diesem Tag an. Bis zu Einführung des Julianischen Kalenders durch Gaius Julius Caesar im Jahr 45 v. Z. begann das normale Kalenderjahr weiter am 1. März.
In Deutschland setzte sich der Termin am 1. Januar im 16. Jahrhundert durch.
1691 setzte Papst Innozenz XII. den 1. Januar verbindlich als Jahresbeginn fest. Davor hatte in manchen Regionen der 6. Januar als Neujahrstag gegolten. Noch heute wird im süddeutschen und alpinen Raum, aber auch im Sächsisch-Thüringischen am 6. Januar Hochneujahr gefeiert.
Wir wünschen allen ein gesundes Neues Jahr und freuen uns, Sie ab dem 1. März wieder im Jagdschloss und zu unseren Veranstaltungen begrüßen zu können.

Der letzte Tag im alten Jahr ist nach dem Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche der Gedenktag des Heiligen Si...
31/12/2019

Der letzte Tag im alten Jahr ist nach dem Heiligenkalender der römisch-katholischen Kirche der Gedenktag des Heiligen Silvester. Silvester starb am 31. Dezember 335 in Rom und war seit 314 Papst. Den Kaiser Konstantin, der ab 312 das Christentum begünstigte, soll er vom Aussatz geheilt und getauft haben. Wann Konstantin zum Christentum übertrat, ist allerdings unklar. Silvester I. war der erste Papst, der nicht das Martyrium erlitt. Er wurde 813 in den Heiligenkalender aufgenommen und gilt als Schutzpatron der Haustiere und wird um eine gute Ernte und ein gutes Neues Jahr gebeten.
1582 wurde mit der Gregorianischen Kalenderreform der 24. Dezember als letzter Tag des Jahres auf den 31. Dezember verlegt, den Todestag und Gedenktag von Papst Silvester I. Seitdem trägt das Jahresende diesen Namen. Teilweise heißt er auch Altjahrsabend oder Altjahrstag, als Gegenstück zum Neujahrstag.
Gefeiert wurde das Ende des Jahres bereits bei den Römern. Seit 153 v. Z. war der 1. Januar der Beginn des neuen Jahres. Zuvor fiel der Beginn eines Jahres auf den 1. März.
In Deutschland gehören zu Silvester Sekt, Böller und Feuerwerk. Der Krach und das Feuer sollen „böse Geister“ vertreiben und gehörten ursprünglich einer animistischen Vorstellungswelt an. Und wer kennt nicht das Blei- oder Zinngießen.
Im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden können einem am 31. Dezember bzw. am 13. Januar, dem sogenannten Alten Silvester, die Silvesterchläuse begegnen. Es gibt drei Arten von Chläusen, die Wüeschte, die Schöne und die Schöwüeschte. Sie kommen fast immer in Gruppen.
In Berlin startet am 1. Januar der traditionelle Neujahrslauf. An anderen Orten gibt es Läufe schon zu Silvester. Der größte in Deutschland führt von Werl nach Soest.

Foto: Schesmax, Grosty, Nofnof, Ruben Wisniewski

Vom Bethlehemitischen Kindermord berichtet einzig das Matthäus-Evangelium, das aus dem späten 1. Jahrhundert stammt. Es ...
28/12/2019

Vom Bethlehemitischen Kindermord berichtet einzig das Matthäus-Evangelium, das aus dem späten 1. Jahrhundert stammt. Es erzählt, dass in der Zeit, als Jesus geboren wurde, Sterndeuter zu König Herodes kamen und ihn nach dem neugeborenen jüdischen König fragten.
Die Hohepriester und Schriftgelehrten berichteten Herodes, dass Bethlehem der Ort sei, an dem dieses Kind nach den Schriften geboren werde- Daraufhin schickte Herodes die Sterndeuter nach Bethlehem mit der Aufgabe, nach dem Kind zu forschen und ihm dann Bericht zu erstatten. Sie fanden das Kind und seine Eltern und huldigten ihm. Als sie träumten, nicht zu König Herodes zurück zu gehen, machten sie sich auf in ihr Heimatland. Josef träumte ebenfalls. Ihm erschien ein Engel und befahl ihm, mit Maria und dem Kind nach Ägypten zu fliehen.
Herodes ließ in Bethlehem und Umgebung alle männlichen Kinder im Alter von zwei Jahren töten.
In der jüdischen Überlieferung galt Bethlehem als die Stadt Davids und sein Nachkomme als derjenige, der den Thron auf ewig erben werde. Herodes stammte aus einer idumäischen Familie. Seine Mutter war Nabatäerin. Die Idumäer waren im 2. Jahrhundert nach der Eroberung ihres Territoriums durch Johannes Hyrkanos I. zur Konversion gezwungen worden. Obwohl Herodes streng nach den jüdischen Vorschriften lebte, war ihm immer wieder vorgeworfen worden, kein Jude zu sein und deshalb kein Recht auf den Thron zu haben. Er regierte als römischer Klientelkönig.
Insofern hätte die Nachricht von der Geburt eines davidischen Erben in jüdisch-messianischen Kreisen Unruhe auslösen und dem regierenden Herodes gefährlich werden können.
In der zeitgenössischen Geschichtsschreibung wie z. B. in den „Jüdischen Altertümern“ von Flavius Josephus wird das Ereignis nicht erwähnt. Da die erste römische Volkszählung, zu der sich die Eltern von Jesus nach Bethlehem begaben, erst ein Jahrzehnt nach dem Tod des Herodes stattfand, halten die meisten Historiker die Geschichte für eine mythische Überlieferung.
Die Geschichte aus dem Matthäus-Evangelium wurde ab der Mitte des 4. Jahrhudnerts in Schriften und Predigten erwähnt. Eine der frühesten bildlichen Darstellungen stammt aus dem Codex Egberti aus dem 10. Jahrhundert, der sich heute in Trier befindet.

Foto: Mattana, MM, Bernardes Ribeiro

Das Fest der unschuldigen Kinder ist in den Kirchen ein Gedenktag für die auf Befehl des Königs Herodes in Bethlehem get...
28/12/2019

Das Fest der unschuldigen Kinder ist in den Kirchen ein Gedenktag für die auf Befehl des Königs Herodes in Bethlehem getöteten Knaben. Es wird in der katholischen und evangelischen Kirche am 28. Dezember, in der orthodoxen am 29. Dezember begangen.
Der Festtag ist seit dem frühen 6. Jahrhundert nachzuweisen. Auf dem 6. Ökumenischen Konzil, das von 680 bis 681 in Konstantinopel stattfand, war das Fest verboten, weil es mit einem Narrenfest verbunden wurde. Trotz des Verbotes erfreute sich dieses Brauchtum jedoch weiter großer Beliebtheit. Die Narrenfeste hatten ihre Wurzeln u. a. in den römischen Saturnalien. Teilnehmer trugen Tierkostüme. Die gesellschaftliche Ordnung wurde auf den Kopf gestellt.
In den Klosterschulen des Mittelalters wurde der Jüngste am 28. Dezember auf den Stuhl des Abtes gesetzt. Seit dem 13. Jahrhundert verschob sich der Termin des Festes auf den 6. Dezember. Die Kinder erhielten an diesem Tag Geschenke. Eine Bescherung an Heiligabend oder am ersten Weihnachtstag gab es noch nicht.
Mit der Reformation endete die Tradition. In den katholischen Gegenden Deutschlands bestand sie bis in das 18. Jahrhundert. Heute gibt es noch in Teilen Österreichs den Brauch, dass Kinder Erwachsene mit Ruten schlagen dürfen und dabei ein glückliches und gesundes Neues Jahr wünschen.
In Spanien und Lateinamerika ist der 28. Dezember ein Tag, an dem andere Menschen gefoppt werden, was hierzulande am 1. April geschieht.

Der 25. Dezember, der kürzeste Tag des Jahres zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders, galt im 4. Jahrhundert...
25/12/2019

Der 25. Dezember, der kürzeste Tag des Jahres zur Zeit der Einführung des Julianischen Kalenders, galt im 4. Jahrhundert als Geburtstag des Sol Invictus, des Sonnengottes. Auf Grund der Tatsache, dass das astronomische nicht mit dem kalendarischen Jahr übereinstimmte, wanderte dieser Termin auf den 21. Dezember. Dennoch wurde der Geburtstag weiter am 25. Dezember begangen.
Kaiser Konstantin der Große, der das Christentum während seiner Herrschaft begünstigte, war um 310 ein großer Verehrer des Sol Invictus.
Der wirkliche Geburtstag des Jesus von Nazareth ist nicht überliefert. Seit dem Jahr 336 ist der uns heute bekannte Weihnachtstermin in Rom überliefert. Zwischen dem Sonnengott Sol Invictus und Christus, der „wahren Sonne“, zogen spätantike Christen Parallelen.
In Rom war es üblich, zum Jahreswechsel die Türen mit Lorbeerzweigen zu schmücken.
In den Regionen des heutigen Deutschlands brachte man Tannenzweige ins Haus, um böse Geister abzuwehren. Zugleich erinnerte das Grün an die Wiederkehr des Frühlings.
Im Mittelalter wurden zu den Paradiesspielen in den Kirchen Paradiesbäume aufgestellt und mit Äpfeln behangen. Vor allem im Elsass gab es im 15. und 16. Jahrhundert den Brauch, einen Tannenbaum mit Äpfeln, Nüssen und Gebäck zu schmücken und öffentlich aufzustellen. In Riga und Reval wurden Tannenbäume durch die Schwarzhäupter, lokale Verbünde deutscher Kaufleute, auf den Markt getragen, geschmückt und anschließend verbrannt. Dies geschah gegen Ende der Weihnachtszeit.
Im Jahr 1611 steckte Herzogin Dorothea Sibylla von Schlesien, eine Enkelin Kurfürst Joachims II. von Brandenburg, zum ersten Mal Kerzen auf einen Tannenbaum. Im 18. Jahrhundert werden Weihnachtsbäume häufiger erwähnt.
Und wer kennt nicht das Märchen vom Nussknacker und dem Mäusekönig, das von E. T. A. Hoffmann stammt und 1816 zum ersten Mal erschien?
Einen Tannenbaum konnten sich im 19. Jahrhundert allerdings nur die reicheren Schichten der Bevölkerung leisten. Die meisten begnügten sich mit Zweigen.
Die Tradition, einen Weihnachts- oder Christbaum aufzustellen, verbreitete sich zuerst in evangelischen Kreisen. Später übernahm auch die katholische Kirche den Brauch.
1823 stellte Karl (Charles) Follen, der aus Hessen stammte und als radikaler Demokrat im Vormärz nach Amerika auswanderte, in Boston einen Weihnachtsbaum auf und führte diese Tradition in den Neuenglandstaaten ein.
Als 1840 die englische Königin Victoria den Herzog Albert von Sachsen-Coburg-Gotha heiratete, gelangte die Tradition des Weihnachtsbaumes auch nach Großbritannien. Auch in die Niederlande, Russland und nach Italien brachten Deutsche diese Tradition.
Heute haben wir die Qual der Wahl: Fichte, Nordmann-Tanne, Nobilis oder Kiefer? Oder doch ein künstlicher Baum?
Übrigens: Einer der größten natürlichen Weihnachtsbäume ist der General Grant Tree im US-Bundesstaat Kalifornien. Er ist der zweitgrößte Baum der Erde. Der Riesenmammutbaum wurde 1926 zum Nation’s Christmas Tree erklärt.

Doch egal, was Sie sich in die Wohnung stellen: Wir wünschen besinnliche Weihnachten und ein Frohes Neues Jahr!

cc Foto: Dstern, GuntramS

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